Übermorgenstadt auf Werbetour
Stadt-Marketing 250 000 Euro teure Kampagne startet – Große Postkartenaktion
von Jasper Rittner
Oldenburg - Sachsen-Anhalt wirbt als „Land der Frühaufsteher“. Wolfsburg mit dem Titel „Lust an Entdeckungen“ und Hannover schlicht als „Landeshauptstadt“. Werbung für Städte und Regionen ist – freundlich ausgedrückt – oftmals nicht sonderlich eingängig. Das galt auch lange für „Oldenburg, das hat was“.
Nun hat Oldenburg aber etwas Neues. Der Titel „Übermorgenstadt“ wird offizielle Werbebotschaft. „Im Jahr der Wissenschaft hatten wir von überall sehr viele positive Rückmeldungen. Deshalb wird das jetzt unsere Marke“, sagt Tourismus-Chefin Silke Fennemann.
Neun Monate nach Ende des Wissenschaftsjahres startet die OTM nun – mit kräftiger Unterstützung aus der Oldenburger Wirtschaft – eine 250 000 Euro teure Werbekampagne.
Erstes Zielgebiet der neuen Oldenburg-Werbung wird die erweiterte Region. Auf Plakaten und in Zeitungsanzeigen wirbt die Übermorgenstadt zunächst mit Tradition. Ein altes Motiv vom Lefferseck ist zu sehen. Die Auflösung dazu folgt im Internet – 1870 wurde in Oldenburg von Hofbuchhändler August Schwartz die Ansichtskarte erfunden. „Wir rufen nun alle Menschen auf, uns alte Oldenburg-Karten zu schicken“, sagt Fennemann. Für die Gewinner gibt es Hotel-Wochenenden.
In Sachen Ansichtskarte war Oldenburg also schon vor 140 Jahren Übermorgenstadt. Fennemann will mit der alten Stadtansicht Neugierige ins Internet locken. Auf der neu gestalteten Homepage werden aber auch tagesaktuell Informationen für Touristen zusammengestellt. Zudem werden Infos in sozialen Netzwerken wie Twitter und Facebook veröffentlicht. Die Ansichtskarten sind eine erste Motivreihe – weitere Themen sollen folgen.
Ganz neu ist zwar so eine Städtewerbung auch nicht. Der Auftritt als Übermorgenstadt fällt jedoch deutlich moderner aus als manch andere Städtewerbung.
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