BLOHERFELDE, 19. November 2010


Verkehrsversuch mit begrenzter Wirkung

Hörneweg Anlieger fordern Erhöhung der Bodenplatten – Stadt schlägt bei Ortstermin Änderung vor


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Trafen sich (von links): Margarete Wesemann, Harry ­Kossian, Rolf Grösch, Johann de Buhr und Hergen Rodiek begutachteten die Bodenplatten. BILD: Oliver Bloch  Bild vergrößern

Die Anwohner haben sich mehr erhofft. Immer noch nutzten viele Fahrer die Strecke als Abkürzung.

von Oliver Bloch

Bloherfelde - Die Anwohner des Hörnewegs hatten sich mehr erhofft. Aus ihrer Sicht ist der auf ein Jahr befristete Versuch gescheitert, den Durchgangsverkehr sowie die Geschwindigkeit in der Tempo-30-Zone zu reduzieren. „Wir sind mit der Situation nicht glücklich“, sagte Margarete Wesemann, Sprecherin der Anliegerinitiative Hörneweg bei einem Ortstermin mit Vertretern der Stadt.

Fünf Engstellen, zwei davon mit erhöhter Pflasterung, sollen – wie berichtet – seit Frühjahr dafür sorgen, dass die Strecke als Abkürzung zwischen der Stadtgrenze zu Petersfehn und dem Einkaufszentrum Wechloy unattraktiver wird. Denn die sonst eher ruhige Nebenstraße in Bloherfelde hat sich zu einem beliebten Schleichweg entwickelt. „Wir zählen hier an einem Tag immer noch 2000 Autos, mehr als die Hälfte der Fahrer hält sich nicht an das Tempolimit“, kritisierte Anwohner Hergen Rodiek und sprach von einem Schildbürgerstreich. Ähnlich sah es Grünen-Ratsherr Rolf Grösch: „Ziel muss es doch sein, dass möglichst viele Autofahrer sagen, es lohnt nicht, durch den Hörneweg zu fahren.“

Die Engstellen mit den beiden Aufpflasterungen an den Einmündungen seien jedenfalls fast wirkungslos. Dies liege vor allem an den Bodenplatten in Fahrtrichtung, die die Autofahrer kaum störten. Die Initiative forderte daher eine Aufstockung und Drehung der Platten: quer, höher und möglichst an allen fünf Engstellen.

Dem widersprach Johann de Buhr, Fachdienstleiter Tiefbau: „Eine Aufpflasterung auf freier Strecke wäre anders als in den Einmündungen eine Verkehrsbehinderung.“ Durch höhere Schwellen stiegen zudem die Unfallgefahr und die Wahrscheinlichkeit von Fahrzeugschäden. Das könne die Stadt nicht genehmigen. „Es handelt sich nun mal um eine öffentliche Straße, nicht um einen Privatweg“, erläuterte de Buhr. Der Fachdienstleiter bot jedoch eine Drehung der Bodenplatten an den Einmündungen an. Dabei müsse allerdings die Sicherheit der Zweiradfahrer gewährleistet bleiben, was womöglich eine Erweiterung der Engstellen nach sich zöge.

Rolf Grösch schlug vor, gleich alle fünf Platten zu drehen, wenn es dafür die nötige politische Zustimmung gebe. Nach Angaben der Stadt würde dies knapp 15 000 Euro kosten. 12 000 waren für das Projekt ursprünglich bewilligt worden.

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