WILHELMSHAVEN, 2. September 2010


Mit Hilfsmotor bequem gegen den Wind radeln

Tourismus Freizeit-GmbH WTF und Energieversorger GEW wollen immissionsfreie Touren in der Region anbieten


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Colin Wulff (GEW, links) und Raymond Kiesbye (WTF) hatten die Idee zu den immissionsfreien Radtouren. BILD: Björn Lübbe  Bild vergrößern

Ab der kommenden Saison können Touristen Elektrofahrräder leihen und mit Hilfe eines Motors weite Strecken leichter zurücklegen. Vor allem, wenn mal wieder eine steife Brise weht.

LR

Wilhelmshaven - Elektrofahrräder sind im Kommen. Besonders im Süden, wo die Berge den Radfahrern einiges abverlangen, sind die Räder mit dem kleinen Hilfsmotor beliebt. Doch auch in der hiesigen Region gewinnen sie immer mehr Anhänger. Denn wer häufig mit dem Fahrrad unterwegs ist, der weiß, dass der kräftige Wind einfach immer von vorne zu kommen scheint.

Raymond Kiesbye, Geschäftsführer der Wilhelmshaven Touristik?&?Freizeit GmbH (WTF), und Colin Wulff, Vertriebsleiter des Energieversorgers GEW, wollen die E-Räder ab der nächsten Saison an Touristen ausleihen. Beide hatten dieselbe Idee und haben sich deshalb zusammengetan. Der Fahrradtourismus liegt im Trend und auch die Elektromobilität ist in aller Munde. „Höchste Zeit, etwas daraus zu machen“, so Kiesbye und Wulff.


Aufladestationen geplant
Die WTF wird zunächst zwei bis drei Touren ausarbeiten. Unter anderem ist eine Strecke am Deich entlang nach Hooksiel angedacht. „Mit Unterstützung des Hilfsmotors sind längere Strecken kein Problem mehr“, sagt Kiesbye. Mit einer Akkuladung läuft der Hilfsmotor 40 bis 60 Kilometer. „Ohne zu treten, funktioniert er aber nicht“, erklärte Kiesbye.

An den Routen wird die GEW Aufladestationen aufstellen, an denen die Radler ihren Akku wieder „auftanken“ können. Wo die Stationen aufgestellt werden, steht noch nicht fest. Es sollen gas­tronomisch oder touristisch interessante Punkte sein.

„Während die Radler sich bei einem Kaffee von der Fahrt erholen oder eine Sehenswürdigkeit besuchen, können sie nebenbei ihr Rad aufladen“, erklärt Wulff, wie sich die Initiatoren das Prozedere vorstellen. Um die Aufladestationen nutzen zu können, müssen die Radler eine Chipkarte bei der WTF kaufen.


Nur mit sauberer Energie
Die Aufladestationen sollen ausschließlich mit „sauberer Energie“ aus der Region versorgt werden; das heißt mit Windenergie sowie Energie aus Wasserkraft. So werde das Projekt „immissionsfrei“. „Sonst macht das Ganze keinen Sinn“, sagte Wulff.

Die Touren mit dem E-Rad sollen ab der kommenden Saison angeboten werden. Zunächst plant die WTF Tagestouren. Wenn das Angebot angenommen wird, seien auch mehrtägige Touren mit Übernachtung denkbar.

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