FRIESOYTHE, 10. September 2008


Ein Fachwerkhaus zum Jubiläumsumzug

FESTWOCHENENDE Dorfgemeinschaft Schwaneburg baut Gebäude für den Umzug durch Friesoythe


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Die Schwaneburger haben derzeit noch mit dem Bau des Fachwerkhauses alle Hände voll zu tun. Beim Umzug wird dann Richtfest gefeiert. BILD MIRCO MOORMANN Bild vergrößern

DIE EHEMALIGE „BAUERNSCHAFT SCHWANEBURG“IST GENAUSO ALT WIE DIE STADT FRIESOYTHE. FACHWERKHÄUSER PRÄGTEN DAMALS DAS BILD DER ALTEN SIEDLUNG.

VON MIRCO MOORMANN

Friesoythe - Im Zimmereibetrieb Eilers in Schwaneburg sind in diesen Tagen nicht nur Zimmerleute anzutreffen. Die Bewohner Schwaneburgs treffen sich in der Halle des Unternehmens, um gemeinsam an ihrem Wagen für den Festumzug der Stadt Friesoythe zu arbeiten.

Die Früchte dieser Arbeit sind jetzt schon sichtbar. Die Schwaneburger Dorfgemeinschaft, die aus 20 Haushalten besteht, hat sich für den Umzug das Motto „Richtfest“ ausgedacht. So entsteht derzeit ein Fachwerkhaus, das auf einem Tieflader beim Umzug am Sonntag, 14. September, durch Friesoythe gezogen wird. „Wir haben uns für ein solches Fachwerkhaus entschieden, da diese Art von Häusern hier früher gestanden hat“, sagt Thomas König aus Schwaneburg. König, dem die Idee zum Festwagen gemeinsam mit seinem Nachbarn Heinrich Klaene Vahle kam, mobilisierte dann die Schwaneburger, die sich alle finanziell an dem Vorhaben beteiligten.

Bei der Konstruktion des Fachwerkhauses, an der Zimmerei-Chef Aloys Eilers kräftig mitgewirkt hat, schlagen die Schwaneburger gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Das Bauwerk, das mit einer Höhe von fast vier Metern sehr stattliche Ausmaße annimmt, soll nach dem Festumzug nicht in irgendeiner Ecke stehen oder wieder zerlegt werden.

„Wir werden das Haus an einem schönen Platz in Schwaneburg aufstellen und es als Grillhütte oder für andere Treffen nutzen“, führt König weiter aus. Beim Umzug werden dann einige der Bewohner der Siedlung auf dem Wagen stehen, andere werden nebenher laufen.

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Auch der Ablauf während des Umzugs ist schon geplant. Thomas Hempen aus Schwaneburg, der auch am Haus mitarbeitet, berichtet: „Ein Zimmermann wird auf dem Dach stehen und nach alter Tradition Richtsprüche zum Besten geben. Eine Richtkrone haben wir natürlich auch. Momentan sind die Seiten des Fachwerkhauses noch nicht geschlossen, so wie es beim Richtfest eines Fachwerkhauses üblich ist. Wenn wir das Haus dann hier in Schwaneburg endgültig aufbauen, dann werden die Wände natürlich auch zugemauert.“




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