RASTEDE, 13. Mai 2009


Fleißige Hände bauen auf

MÜHLENSTRAßE Rasteder Baugeschichte – Gesellschaft errichtet Häuser


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Die großen Steine, deren Wärmehaltung einem 38er Mauerwerk entsprach, waren aus Hochofenschlacke und Zement gegossen worden. BILD: GEMEINDEARCHIV Bild vergrößern

DIE FLÜCHTLINGSSIEDLUNG VERKÖRPERT EIN STÜCK RASTEDER BAUGESCHICHTE. FLEIßIGE HÄNDE WAREN AM WERK.

VON WOLFGANG MÜLLER

Rastede - Zur jüngeren Rastede Geschichte gehört der Bau der vier Doppel- und vier Einzelhäuser an der Mühlenstraße. Es war die damalige „Flüchtlingssiedlung“, die 1949, vor 60 Jahren, von einer Baugesellschaft errichtet wurde. Ihr gehörten die künftigen Bewohner an, die sich zu Arbeitsstunden verpflichtet hatten – jeder half jedem. Steine wurden aus Hochofenschlacke und Zement gegossen, per Loren zu den Baustellen gefahren, nachdem die Keller von Hand ausgeschachtet worden waren. Die Gemeinde half damals mit einem Zuschuss – und die Bürger mit dem Kauf symbolischer Steine, um die Wohnungsnot der Flüchtlinge zu lindern. Das fand damals auch ein großes Medienecho. Der „Ammerländer“ berichtete am 24. Dezember 1948 unter der Überschrift „Bauverträge als Weihnachtsfreude“ von der vertraglichen Absicherung. Hier hatte sich auch jeder Laienhelfer verpflichtet, 750 bis 1200 Arbeitsstunden zu leisten.

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