HAMBURG, 23. Juli 2011


Für Karriere gezielt Kontakte aufbauen

Strategie Empfehlungen sind für das Vorwärtskommen wichtig


Es geht darum, ins Gespräch zu kommen. Dafür ist allerdings viel Eigeninitiative nötig.

von Britta Schmeis

Hamburg - So manchem Personaler geht es bei der Suche nach geeigneten Mitarbeitern wie einem Menschen mit Zahnschmerzen auf der Suche nach einem Arzt. „Beide verlassen sich lieber auf Empfehlungen, statt auf einen Eintrag im Branchenbuch“, sagt der Hamburger Business-Coach Tom Diesbrock. Wer mitmischen will, braucht gut gestreute Referenzen. Netzwerken heißt da das Zauberwort.

Für den Psychologen Diesbrock bedeutet Netzwerken, in Kontakt zu kommen und zu bleiben – und zwar mit Menschen, Unternehmen, Strömungen und Branchen. Und Karriereberater Theo Bergauer aus dem bayerischen Waldsassen rückt drei Kernelemente in den Mittelpunkt, die „drei KOs“: Koordination, Kooperation, Kommunikation.

Zwar hafte Netzwerken immer etwas Berechnendes, etwas von Klüngeln an, räumt Diesbrock ein. Das solle man allerdings nicht als Manko empfinden. Es sei wie beim Zahnarzt: „Es ist doch immer vorteilhafter, wenn man sich vertrauter ist.“

Im Prinzip gehe es darum, einen losen Bekanntenkreis zu pflegen, sagt die Hamburger Karriereberaterin Svenja Hofert. Entscheidend sei, dass man seine Kontakte nicht wahllos knüpfe. „Man kann das durchaus strategisch angehen und sich genau überlegen, in welche Kreise man vordringen will“, sagt Hofert.

Die Business-Coaches warnen vor falscher Scheu. „Natürlich kann man sich in der Kantine auch mal zum Chef setzen, wenn die Unternehmenskultur das erlaubt“, sagt Hofert. „Manchmal kann man auch die Kontakte, die man mit Kollegen außerhalb der eigenen Abteilung auf Seminaren, Schulungen, Messen und Festen geknüpft hat, pflegen“, sagt Bergauer.

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Wichtig ist Eigeninitiative: jede Gelegenheit zu kleinen Gesprächen nutzen, sich sehen lassen und Visitenkarten austauschen. „Man kann auch mal jemanden anrufen, den man nicht kennt, um mit ihm und seinem Unternehmen ins Gespräch zu kommen“, sagt Diesbrock. Keinen Sinn hätten aber wahllose Massen-Kontakte – etwa in sozialen Internet-Netzwerken.






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