Komfort und Ökologie gefragt

WOHNTRENDS Architekten sehen steigendes Interesse an stadtnahen Wohnungen


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Gesundes Wohnen: Holz liegt als Baustoff, Bodenbelag und Heizmaterial im Trend. Bei Möbeln dominieren naturbelassene Oberflächen, Naturstoffbezüge und Leder. BILDER: BHW, ARCHIV Bild vergrößern

GESUND, KOMFORTABEL UND SICHER WOLLEN DIE MENSCHEN WOHNEN. DAS ERGAB EINE BEFRAGUNG VON ARCHITEKTEN.

VON ULRIKE STOCKINGER

Celle - Städtisches oder stadtnahes Wohnen, Mehrgenerationen-Häuser, Ökologie und sinkender Energieverbrauch, gesundes Wohnen, das Bad als Wellness-Oase, Komfort, Bequemlichkeit und Sicherheit – dies sind nach Meinung von Architekten die großen Trends fürs Bauen und Wohnen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der auf den Baubereich spezialisierten Heinze Marktforschung unter knapp 400 Architekten und Innenarchitekten. In den kommenden fünf bis sechs Jahren wird mit folgenden Entwicklungen gerechnet:

Städtisches und stadtnahes Wohnen: Erwartet wird eine deutliche Zunahme des städtischen und stadtnahen Wohnens sowie der Mehrgenerationen-Wohnweise. Bei einer immer älter werdenden Bevölkerung spielt die attraktive Grundversorgung in oder nahe der Stadt eine wichtige Rolle, wenn es um die Wohnentscheidung geht. Auch die wachsende Zahl der Single-Haushalte interessiert sich eher für städtisches Wohnen.

Ökologie und sinkender Energieverbrauch: Dieser Trend findet sich in unterschiedlichen Bereichen des Bauens und Wohnens wieder. So werden bei der Fassadengestaltung Wärmedämmverbundsysteme und Wärmeschutzverglasung nach Meinung der Planer deutlich zunehmen. Im Dachbereich sind Solarthermie und Photovoltaik Trendsetter. Bei der Haustechnik gehören die Wärmepumpe und die kontrollierte Zu- und Abluftanlage zu den Gewinnern, während Heizsysteme auf der Basis fossiler Brennstoffe – mit Ausnahme des Erdgases – deutlich Federn lassen werden. Heizen mit Holz liegt dagegen voll im Trend. Ebenso wird Holz bei den Baustoffen an Bedeutung gewinnen. Bei der Beleuchtung werden sich LED und OLED (Leuchtdioden mit organischen Halbleitern) durchsetzen.

Baubiologie und gesundes Wohnen: Im Innenbereich werden die Bodenbeläge Holz/Parkett, Keramik/Fliesen, Naturwerksteine und Naturstein zulegen. An der Wand sind natürliche Anstriche, Sichtputze, Naturstein, Betonoberflächen oder Spachteltechniken gefragt. Für die Dämmung favorisieren die Architekten Holzfaser- und Zellulosedämmstoffe.

Komfort, Bequemlichkeit und Sicherheit: Einrichtungsformen, die gesundes, erholsames Wohnen und Barrierefreiheit bieten, gleichzeitig aber auch ein umfassendes Home Entertainment sind zukünftig noch stärker gefragt. Mehr Sicherheit soll die Installation von Rauchmeldern, Alarmanlagen und Außenbeleuchtung mit Bewegungsmeldern bieten, mehr Komfort der Einbau von Bussystemen zur Steuerung der gesamten Haustechnik, mehr Bequemlichkeit der Einsatz von selbstreinigendem Glas.

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Bad und Wellness: Großzügige Flächen, Wellnesszonen, bodenebene Duschen, Regenduschen, Design-Armaturen, hochwertige Möbel und Multimedia machen das Bad zum zweiten Wohnzimmer. Kombinierte Dusch- und Dampfkabinen, Whirlpools und die Sauna runden das hochwertige Inventar ab.




FUNKTIONEN
24.12.2009
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