Auf der Spur der Blumen
Auszeichnung Kulturpreis der Öffentlichen Versicherungen an Florian Wenzel
KU
Oldenburg - Die Wahl fiel nach reiflicher Diskussion, aber sie fiel am Ende mit überwältigender Mehrheit aus: Den diesjährigen Förderpreis der Kulturstiftung der Öffentlichen Versicherungen Oldenburg bekommt Florian Wenzel. Der Künstler ist 25 Jahre jung. Die renommierte Auszeichnung war diesmal für den Bereich der Fotografie ausgeschrieben, die Zahl der Einsendungen war recht übersichtlich.
Wenzel wurde am 12. März 1986 in Oldenburg geboren. Sein Abitur legte er 2005 am Alten Gymnasium ab. Später studierte er an der Freien Akademie der Bildenden Künste in Essen (Fachklasse Malerei). Seit Oktober 2011 ist er in der Fachklasse Fotografie von Prof. Heidi Specker an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig eingeschrieben.
Ausstellungen Wenzels gab es bereits in Essen, Bochum, Leipzig und Oberhausen. Das große Thema von Wenzel scheint gegenwärtig die Auseinandersetzung mit dem Maler Piet Mondrian (1872–1944) zu sein. Besser noch: Mit den Blumenbildern Mondrians, die der Künstler einst in Paris fabrikartig nach einem kleinen Objekt im Atelier schuf, um seinen Lebensunterhalt zu sichern. In den Arbeiten des Preisträgers verschwimmen fast Malerei und Fotografie. Die Auseinandersetzung mit der Bildfindung Mondrians wirkt dabei sehr anregend.
Der Künstler wird seine mit 8000 Euro dotierte Auszeichnung im April im Stadtmuseum Oldenburg entgegennehmen, dann zeigt man auch eine Schau seiner Werke.
Zudem spendiert die Öffentliche Versicherung einen Katalog – der zum zehnten Mal verliehene Preis erweist sich so als Rundum-Wohlfühl-Paket für Künstler.
Der Jury gehörten an: Monika Schnetkamp (Sammlerin), der Sammler Dr. Harald Frisch (Berlin), der Maler Michael Ramsauer (Oldenburg), Dr. Friedrich Scheele (Stadtmuseum Oldenburg), Horst Schreiber (Vorstandsmitglied der Öffentlichen Versicherungen), Dr. Ulrich Pohlmann (Münchner Stadtmuseum) und der Leiter der NWZ -Kulturredaktion, Dr. Reinhard Tschapke.
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