Lustige Mallorca-Reise hat Nachspiel
Speelkoppel Szenenapplaus bei Premiere – Heimatverein Neuenwege kündigt Zusatzvorstellung an
Im Hotel angekommen (von links): Birgit Kempermann, Bianca Wilkens und Ilse Wiechmann (als Töchter) sowie Ilse Meinen (als Mutter) werden von Andreas de Vries (als Hoteldiener) in Empfang genommen. BILD: Peter Biel 
von Peter Biel
Neuenwege - Eine erfolgreiche Theaterpremiere feierte die „Speelkoppel Neenweg“ am Sonnabendabend im Clubhaus Alte Schule in Neuenwege, zu der die Vorsitzende des Neuenweger Heimatvereins, Birgit Kempermann, und Speelbaas Werner Reckemeyer 110 Besucher begrüßten. Zur Aufführung kam der Dreiakter „Moin Moin Mallorca“ von Uschi Schilling, ins Plattdeutsche übersetzt von Günter Drewes.
Werner Reckemeyer ist es wieder gelungen, eine hervorragende und turbulente Komödie mit vielen Höhepunkten und schlagkräftigen Texten herauszusuchen, bei der die acht eingesetzten Akteure der Speelkoppel ihre schauspielerischen Talente voll zur Geltung bringen konnten. Vom Publikum gab es immer wieder Szenenapplaus.
Zum Inhalt: In großer Erwartung, Männerbekanntschaften machen zu können, reisen drei freche, flippige und mannstolle Töchter (Birgit Kempermann, Bianca Wilkens und Ilse Wiechmann) mit ihrer konservativen Mutter und Witwe Irmgard Müller (Ilse Meinen) zum ersten Mal nach Mallorca. Doch schon ihr gebuchtes Vier-Sterne-Hotel „Arenal“ entpuppt sich nicht gerade als Nobelherberge. Wenn auch der Blick aus dem Fenster auf das azurblaue Meer alle noch in Jubel ausbrechen lässt, so sorgten doch der Lärm von einer Baustelle und die verstopfte Toilette für erste Beeinträchtigungen des Stimmungsbildes. Auch das Hotelpersonal mit dem Hoteldiener Carlos Panza (Andreas de Vries) und dem ukrainischen Zimmermädchen Magy Zsuzsanna (Ulrike Hahme) ist nur auf eigene Vorteile bedacht und darauf aus, das Trinkgeld aufzubessern. Für laufende Verwirrungen und ständige Überraschungen sorgt der vom Hoteldiener eingeschleuste tollpatschige Dieb Max Friedrich (Heiner Becker). Und dann bringt auch noch Rentner und Langzeiturlauber Otto Schulze (Werner Reckemeyer) die gesamte Frauenschar in Aufruhr.
Das wenig komfortable Hotel wurde wieder gekonnt vom Bühnenmaler Kalle Jeske, der Bühnenaufbau von Norbert Ellberg und Werner Reckemeyer gestaltet. Die Funktion als „Topustersche“ hat Lieselotte Oetken übernommen, die für ihr langjähriges Engagement von der Theatergruppe mit einem Blumenstrauß überrascht wurde.
Da erneut vor der Premiere alle zehn weiteren Vorstellungen ausverkauft waren, kündigte Speelbaas Reckemeyer noch einen weiteren Auftrittstermin am Donnerstag, den 1. März, um 20 Uhr, an. Eintrittskarten gibt es im DER Reisebüro am Markt, Tel 210 04 21.
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