Tornado hinterlässt Spur der Verwüstung
UNWETTER Millionenschäden in Nordrhein-Westfalen – Keine Häufung des Wetterphänomens
ESSEN/DPA/MTN - Eine Spur der Verwüstung mit Sachschäden in Millionenhöhe hat ein Tornado in der Nacht zum Montag am Niederrhein und im westlichen Ruhrgebiet hinterlassen. Wie der Wetterdienst Meteomedia am Montag mitteilte, zog der Tornado vom Raum Viersen über Duisburg bis nach Essen. Nach Angaben von Polizei und Feuerwehr wurden sechs Menschen leicht verletzt. Unwetter wurden in der Nacht und am Montag auch aus Hessen und Sachsen gemeldet. Hier blieb es bei Sachschäden.
Auch am Dienstag muss im Westen Deutschlands wieder mit starkem Regen, Gewittern und Sturm gerechnet werden. Erst am Donnerstag ist mit einer Entspannung und sommerlichen Temperaturen bis 28 Grad zu rechnen.
Am Sonntagabend war ein Gewitter nordostwärts gezogen, in dem sich ein oder sogar mehrere Tornados bildeten. Umstürzende Bäume und orkanartige Windböen richteten dabei an Oberleitungen schwere Schäden an. Im Bahnverkehr kam es zu Zugausfällen und erheblichen Verspätungen, die erst am Montagmittag nachließen. Es kam zu Stromausfällen. Ein Kleinkind wurde in einem Haus in Tönisvorst (Kreis Viersen) von einer herabstürzenden Holzdecke begraben. Es konnte unverletzt geborgen werden. In Duisburg wurden Teile des Daches des Stadttheaters heruntergefegt.
Eine Häufung von Tornados kann Meteomedia-Wetterforscher Jörg Kachelmann jedoch nicht ausmachen: „Es gab schon immer Tornados. Allerdings werden die immer wieder – auch von den Medien – euphemistisch Windhose genannt, und alle stellen sich etwas Schnuckeliges vor.“ Dabei hätten Tornados auch in Deutschland schon die zweithöchste Stufe erreicht. Die scheinbare Häufung lasse sich damit erklären, dass Tornados immer öfter fotografiert würden. Kachelmann: „Früher haben alle gesagt: ,Huh, es wurde dunkel und es hat gestürmt.‘“
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