BERLIN, 9. Februar 2012


Zweifel an Athen immer größer


DPA

Berlin - Angesichts der Widerstände in Griechenland und der schleppenden Umsetzung des Reform- und Sparprogramms wachsen die Zweifel, dass Athen auch mit neuen Milliarden aus dem Schlamassel kommt. In nur wenigen Tagen müssen viele Hürden genommen werden.

Die Zusage der griechischen Parteien zum Sparpaket ist eine wichtige Bedingung für das zweite Hilfspaket von bisher 130 Milliarden Euro. Die Kontrolleure der „Troika“ aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds verlangen nicht nur, dass Athen den Rückstand bei den bisherigen Sparprogrammen aufholt. Die führenden politischen Parteien in Athen müssen auch schriftlich zusätzlichen Maßnahmen zustimmen.

Das hängt davon ab, wie viel Geld am Ende beim angestrebten freiwilligen Schuldenerlass durch die privaten Banken und Investoren zusammenkommt. Zumal 30 Milliarden der 130 Milliarden Euro der öffentlichen Hand als Anreiz dafür gedacht sind, den privaten Geldgebern den Anleihetausch zu „versüßen“. Sie sollen auf bis zu 75 Prozent ihrer Forderungen verzichten und alte Griechenland-Anleihen durch neue Hellas-Schuldtitel umtauschen.

Nein. Es ist völlig offen, welche Banken, Versicherer oder Hedgefonds mitziehen und ob die erhoffte Summe zusammenkommt. Wenn nicht, müssten die Euro-Staaten ihre Hilfe nochmals aufstocken.

Aus Sicht der Geldgeber durchaus. So sei der Anteil des öffentlichen Dienstes an der Gesamtbeschäftigung mit Abstand größer als in anderen Euro-Ländern. Auch seien die Löhne für Staatsdiener noch relativ hoch.

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