Windkraft hat auch eine dunkle Seite
„90 Prozent grüner Strom in Niedersachsen bis 2020 – Energiekonzept: Land setzt auf Ausbau der Windkraftanlagen in der Nordsee“, Titelseite, 1. Februar
Windkraftwerke sind extrem unzuverlässig, gelten aber für die meisten Menschen als sehr saubere Stromerzeuger. In konventionellen Windrädern mit Getriebe und Generatoren oder mit Ringgeneratoren (Enercon) wird der Strom mit Elektromagneten erzeugt. Das hat Nachteile in Form von Größe, Gewicht und Verschleiß. Deshalb setzen viele Hersteller auf Permanentmagnete. Um diese Magnete herzustellen, braucht man Neodym, für eine 5 MW-Anlage cirka eine Tonne.
Für den Bau von starken Neodym-Eisen-Bor-Magneten sind Metalle der so genannten „Seltenen Erden“ notwendig. Hauptlieferland ist China. Es gibt staatliche und rund 4000 illegale Abbaustätte.
Neodym ist ohne große Mengen radioaktiven Abfalls aber nicht zu haben, denn es kommt nur in Verbindungen mit radioaktiven Elementen, wie Thorium oder Uran, vor.
Bei der Abtrennung vom Gestein entstehen giftige Abfallprodukte, bei der Aufkonzentrierung mittels Flotation entstehen Flotationsberge im Absinkbecken, von denen wiederum Schwermetalle und radioaktive Stoffe wie Uran und Thorium in gelöster Form ins Grundwasser oder als Stäube in die Luft gelangen können.
Dammbrüche dieser Becken hätten katastrophale Folgen für Menschen und Umwelt.
(...) Ich bin gespannt, wann sich der erste Greenpeace-Aktivist an einer Neodym-haltigen Windkraftanlage ankettet.
Rudolf Scheele, Wilhelmshaven
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