Mitte leidet
Für die Macher des schwarz-gelben Milliardensparpakets kommt die neueste Studie zur Einkommensverteilung in einem kritischen Moment. Während in der Republik ein Gefühl vorherrscht, die soziale Balance der Einsparungen lasse zu wünschen übrig, sind die Ergebnisse der Experten des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung Wasser auf die Mühlen der Kritiker.
Deutschland ist seit der Jahrtausendwende, so der Befund, auf dem Weg zu amerikanischen Verhältnissen: Die Zahl der Armen nimmt zu, die der Reichen auch, die breite Mittelschicht leidet dagegen an Auszehrung. Die Einkommensunterschiede werden größer, im Vergleich der Gruppen untereinander, aber auch absolut.
Um ein Auseinanderklaffen der Vermögen, Abstiegsängste in der Mittelschicht und Resignation bei den Ärmeren zu verhindern, ist die Politik gefordert. Der Zusammenhalt in der Gesellschaft ist ein hohes Gut. So stellt sich auch die Frage nach dem Beitrag der Top-Verdiener und Vermögenden zur Bekämpfung der Finanzmisere.
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