Vorratsdatenspeicherung: Überzogen
Man fühlt sich an den Film mit dem Murmeltier erinnert. Die CDU-Minister Busemann und Schünemann grüßen zwar nicht täglich mit ihren Forderungen zur Vorratsdatenspeicherung.
Aber sie unternehmen regelmäßig Anläufe, um die Bundesjustizministerin zu einem Gesetzentwurf zu drängen. Doch die hartnäckigen Christdemokraten stoßen in Berlin auf taube Ohren. Auch in Hannover hat der Koalitionspartner FDP wenig Verständnis für die aufgebaute Drohkulisse.
Die Veränderungen im Entwurf sind im Vergleich zum letzten Vorstoß reine Kosmetik. Busemann und Schünemann wollen den Ermittlungsbehörden weiterhin umfassende Befugnisse bei der Überwachung von Telefonen und Internetanschlüssen verschaffen.
Im Visier sind dabei nicht nur schwere Straftaten wie vom Bundesverfassungsgericht gefordert, sondern auch Verstöße gegen das Arzneimittel- oder Asylverfahrensgesetz. Für einen Kompromiss mit der FDP gehen die Forderungen immer noch zu weit.
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