3. Februar 2012


Börsengang von Facebook: Kein Selbstläufer

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von Jörg Schürmeyer

Die Erwartungen an den Börsengang von Facebook sind riesig. Das vor acht Jahren als Studentenprojekt gestartete Netzwerk wird schon heute beim Wert auf einer Stufe mit VW oder Siemens gesehen. Die Zahlen rechtfertigen die Begeisterung nur bedingt: Der Umsatz lag 2011 gerade einmal bei 3,7 Milliarden Dollar – die EWE dürfte mehr als das Doppelte erwirtschaftet haben. Trotz 845 Millionen Nutzern gibt es Risiken: mehr Konkurrenz, sinkende Werbeeinnahmen, Bedenken von Datenschützern.

Sicher, Facebook kann es ergehen wie Google. Der Suchmaschinenprimus hat seinen Wert seit dem Börsengang 2004 vervielfacht. Doch es gibt auch warnende Beispiele wie das Schnäppchenportal Groupon, die ähnlich euphorisch an der Börse starteten, ehe die Kurse abstürzten.

Der Börsengang wird kein Selbstläufer. Er ist vor allem die Hoffnung auf ein Versprechen: Den Glauben, dass es Facebook schafft, die Treue seiner 845 Millionen Nutzer in stetig wachsende Einnahmen zu verwandeln.

@ Den Autor erreichen Sie unter schuermeyer@infoautor.de

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