4. Februar 2012


Gesichtskontrolle: Fußball als Bühne

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von Christoph Kiefer

Wenn ein Fußballfan im Stadion unangenehm auffällt, soll sein Arbeitgeber oder Schulleiter davon erfahren: Mit diesem glorreichen Vorschlag machte der hessische Innenminister Rhein im vergangenen Jahr auf sich aufmerksam. Innenminister Schünemann plädiert für lebenslange Stadionverbote. Und Innenministerkollege Caffier aus Mecklenburg-Vorpommern will die Sicherheit in Stadien durch den Einsatz von Gesichtsscannern erhöhen.

Alle diese Vorschläge sollen signalisieren: Die Politik handelt entschlossen, sie hat die Gewaltprobleme im Griff. Bei den Fußballvereinen stoßen Gesichtsscanner jedoch auf Ablehnung. Datenschützer verweisen auf Gesetze. Selbst die Polizei ist geteilter Meinung über den Sinn.

Caffier steht mit seinem Vorstoß also auf einsamem Posten. Doch vielleicht fühlt er sich dort nicht unwohl. Denn sein Vorstoß hat bundesweit erhebliches Aufsehen erregt. Sicherheitspolitiker schätzen den Fußball als Bühne für sich. Ob die Ideen auch tatsächlich Probleme lösen, steht auf einem anderen Blatt.

@ Den Autor erreichen Sie unter kiefer@infoautor.de

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