23. Februar 2012


Atomstreit mit Iran: Nervenkrieg

von Hermann Gröblinghoff

Die Regierung in Teheran scheint den Nervenkrieg um das iranische Atomprogramm auf die Spitze treiben zu wollen. Innerhalb weniger Wochen ließ das Mullah-Regime die Experten der Atomenergiebehörde zum zweiten Mal mit leeren Händen nach Hause fahren. Die Strategie lautet: Erst mal abwarten, wie weit Europäische Union, USA und vor allem Israel bereit sind zu gehen.

Das ist jedoch hochgefährlich. Jederzeit, so lassen sich Signale aus Jerusalem deuten, ist ein israelischer Angriff auf die Atomanlagen im Iran möglich. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ließ zudem keinen Zweifel daran, notfalls auch alleine und ohne vorherige Abstimmung mit US-Präsident Barack Obama (der einen Krieg unbedingt vermeiden will) loszuschlagen.

Und auch in Teheran selbst gibt es zwei Lager. Die Hardliner lehnen jedes Zugeständnis ab und wären zum Krieg bereit, andere wiederum befürworten Flexibilität gegenüber dem Westen. Der Machtpoker läuft, während die (Kriegs-)Uhr tickt.

@ Den Autor erreichen Sie unter groeblinghoff@infoautor.de

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