Solarförderung: Höchste Zeit
Endlich – die Berliner Koalitionsparteien CDU und FDP sind sich offenbar einig, wie künftig mit der umstrittenen Solarförderung umgegangen werden woll. Zwar wurden am Mittwoch zunächst offiziell keine Details bekannt. Doch es sickerte durch, dass die bisher für den 1. Juli vorgesehene Kürzung der Förderung vorgezogen wird und dass die Einschnitte tief sind, etwa 20 bis 30 Prozent, je nach Standort auf Dach oder Freifläche.
Für diesen nächsten Eingriff in den rasant wachsenden Solarstrom-Bereich wird es höchste Zeit. Die Preise für die (oft aus China importierten) Anlagen sind stark gesunken, und die Zinsen für die Finanzierung sind im Keller. Das hat die Rendite neuer Installationen deutlich erhöht – viel weiter, als es politisch nötig ist. Zudem ist die Zahl der neuen Solaranlagen viel stärker gewachsen als geplant. Damit kommen auf die Stromkunden weitere Milliardenlasten zu – denn sie zahlen mit einer Umlage die Solarförderung. Dass hier beherzt eingegriffen wird, ist klar.
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