HANNOVER, 30. August 2011


Musterregion mit Holland

Nachbarschaft McAllister will mehr Zusammenarbeit bei Bildung und Verkehr


An erster Stelle steht der gemeinsame Medizinstudiengang. Straßen- und Bahnverbindungen sollen ausgebaut werden.

von Marco Seng

Hannover - Niedersachsen will die Zusammenarbeit mit den Niederlanden vertiefen und eine europäische Musterregion schaffen. Ministerpräsident David McAllister (CDU) sprach sich für eine Verzahnung von Wirtschaft, Wissenschaft und Verkehr aus. Die Regierungsfraktionen von CDU und FDP wollen an diesem Dienstag einen gemeinsamen Antrag zum Ausbau der Beziehungen beschließen.

„Die Niederlande sind ein wichtiger Partner für Niedersachsen“, sagte McAllister der NWZ. Es gebe bereits viele Kooperationen mit den Nordostprovinzen. „Damit sich die Regionen weiter zu einem gemeinsamen Kultur- und Wirtschaftsraum entwickeln können, müssen wir die vorhandenen Ansätze ausbauen und neue Impulse in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit setzen.“ An erster Stelle nannte McAllister den Aufbau des gemeinsamen Medizinstudienganges an den Universitäten Oldenburg und Groningen. Dies sei ein „ganz wichtiges Zukunftsprojekt“ für die Region.

Die schwarz-gelbe Landesregierung will zudem die Verkehrsplanungen enger mit dem Nachbarland abstimmen. Die Europastraße E 233 von Hoogeveen bis zur A 1 in Cloppenburg soll zügig ausgebaut, und bessere Bahnverbindungen über die Grenze sollen geschaffen werden – beispielsweise mit direkten Verbindungen zwischen Groningen und Oldenburg sowie eine bessere Verbindung zwischen Groningen und Leer.

Zu den Zielen gehören ferner, die Angebote zum Unterricht in der niederländischen Sprache in der Grenzregion auszuweiten und den Empfang von niederländischen Fernsehprogrammen in Niedersachsen zu verbessern. Die Landesregierung will die regionalen EU-Förderprogramme stärker mit dem Nachbarland abstimmen. „Wir können uns zu einer europäischen Vorzeigeregion entwickeln“, sagte CDU-Fraktionschef Björn Thümler (Berne) der NWZ. McAllister hofft auch, dass der Streit mit den Niederlanden über den Offshore-Windpark „Borkum-Riffgat“ schnell beigelegt werden kann. Ziel sei eine „baldige Realisierung des Projekts“.

ANZEIGE






WEITERE ARTIKEL AUS DIESEM RESSORT
Anzeige
Umfrage

Steigt Fortuna Düsseldorf nach den Ausschreitungen beim Relegationsspiel zu Recht in die Fußball-Bundesliga auf?




Bitte übertragen Sie die Zeichen in das Textfeld! Captcha
Marktplatz
Regional
Immobilien
Automarkt
Flohmarkt

Jobs
NWZ-Wetter
27 °C
13 °C
Details/Prognose Wetterwarnung Regenradar
 
RSS-Dienste RSS-Dienste | RSS-Dienste Webcams | Mobil | Kontakt | Impressum | Login
AktuellesAus der RegionKundenserviceMarktplatzRat und Tat