Rabenschwarzer Tag für weiße Bären
UMWELT Artenschutz-Konferenz spricht sich gegen Verbot von Fellhandel aus
Doha - Der Eisbär hat es nicht leicht. Die Vertragsstaaten des Washingtoner Artenschutzabkommens CITES lehnten es am Donnerstag bei ihrer Konferenz im Emirat Katar ab, den internationalen Handel mit Eisbären, Fellen und anderen Jagdtrophäen zu verbieten.
Das bedeutet, dass nicht nur der Klimawandel, sondern auch Großwildjäger und Pelzhändler dem Polarbewohner in den nächsten Jahren weiter zusetzen werden. Der Antrag, den die USA gestellt hatten, scheiterte vor allem am Widerstand der Europäer.
Ein Vorstoß der EU-Staaten zum Schutz des von Sushi-Liebhabern begehrten Blauflossenthunfischs blieb erfolglos. Die EU hatte ein Handelsverbot für den rotfleischigen Fisch angestrebt, allerdings nur, falls der Verband der Fischereiindustrie die Überfischung auch künftig nicht verhindern sollte. Der Antrag, den Tierschützer ohnehin nicht konsequent fanden, wurde am Donnerstag mit 72 zu 43 Stimmen abgelehnt. Auch ein Vorschlag Monacos, den internationalen Handel mit dem Blauflossenthunfisch sofort und ohne Wenn und Aber zu verbieten, damit sich der Bestand wieder erholen kann, fiel durch.
Abgelehnt wurde in Doha auch ein Antrag Ägyptens, den internationalen Handel mit den einst vom Aussterben bedrohten Nilkrokodilen wieder zu erlauben.
www.cites.org
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