Ministerin will Medien
Inhalte vorgeben

Integration Niedersachsens Journalisten sollen sich auf sensible Sprache einigen


von Rolf Seelheim

Hannover - Die niedersächsische Landesregierung will die Medien des Landes beim Thema Integration auf einen gemeinsamen Kurs verpflichten. Die neue Ministerin für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration, Aygül Özkan (CDU), hat deshalb eine „Mediencharta für Niedersachsen“ entwerfen lassen.

In einem gemeinsamen Akt sollen die eingeladenen Medienvertreter am 16. August in Hannover diese sogenannte „Mediencharta Integration“ unterzeichnen und sich für die Zukunft zu entsprechender Berichterstattung verpflichten. In dem Einladungsschreiben des Ministeriums heißt es, die gemeinsame Absichtserklärung solle „öffentlichkeitswirksam“ geschehen.

Alle Unterzeichner müssen sich danach verpflichten, „den Integrationsprozess in Niedersachsen nachhaltig zu unterstützen“.

Das Ministerium verlangt, dass die Medien schriftlich erklären sollen, dass sie künftig   über Sachverhalte und Herausforderungen beim Thema Integration verstärkt berichten und informieren;   dabei eine kultursensible Sprache anwenden;   die interkulturelle Öffnung fördern;   ihre interkulturelle Kompetenz verstärken und  Projekte hierfür initiieren und künftig journalistisch begleiten.

Es dürfte in Deutschland bislang einzigartig sein, dass eine Landesregierung die Medien auf gemeinsame Inhalte verpflichten will und sogar die dabei zu wählende Sprache vorschreiben möchte.

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Außerdem sollen sich die Medien nach Wunsch der neuen Ministerin dahin erklären, entsprechende Projekte zu entwickeln, über die künftig zu berichten sein wird.

Die noch von Ex-Ministerpräsident Christian Wulff berufene Aygül Özkan hatte bereits einmal, noch vor ihrer Vereidigung, für Schlagzeilen gesorgt, als sie die Verbannung religiöser Symbole aus Klassenzimmern forderte, also auch das Abhängen von Kruzifixen. Sie nahm diese Äußerung nach großer Aufregung in ihrer eigenen Partei dann öffentlich zurück.


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23.07.2010
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Leserkommentare (31)
Sunshine11
- 02.08.2010 10:46 Uhr
Da muss ich Gelato aber beipflichten. Wer denkt, das sich der Islam in den kommenden Jahren, von mir aus auch Jahrzehnten friedlich in Deutschland oder auch woanders durchsetzen wird, ist noch nie mit offenen Augen (Herzen) durch die Gegend gegangen. Jeder normaldenkende und fühlende Mensch wird allein die Tatsache, dass Männer und Frauen oder besser gesagt Frauen und Männer im Islam nicht gleichgestellt sind, zum Anlass nehmen, den Islam abzulehnen. Das alleine reicht schon um die "Weltreligion" Islam einzudemmen.
gelato
- 24.07.2010 16:36 Uhr
Na ich meine natürlich, dass so etwas nicht eintreten wird, die Begründung s.o. Aber meine Begründung kann man ja auch erweitern, es ist schwer zu glauben, dass z.B. in den ländlichen Regionen, wo wirklich in weiten Teilen Deutschlands eine "Gemeinschaft " herrscht, der feste christliche Glauben erschüttert wird, durch ein Anwachsen der Islamgläubigen in den großen Städten. Eine Frau Ökzan ist vielleicht für den User MariaMuellerR überzeugend, für viele Leser aber nicht. Ein Cem Özdemir stellt sich wie jeder andere deutsche(ohne Migr.Hintergr.)Politiker dar, das meiste für sich selbst herausholen(Lufthansamiles)Die vielen Italiener, Portugiesen usw, die ersten, die damals nach Deutschland kamen, Polen, die später unsere Erntehelfer waren, Griechen, die uns ihre Esskultur brachten, Jugoslaven man kann diese Aufzählung fortsetzen, bereicherten unsere Kultur, in dem sie etwas einbrachten. Da sie Christen waren, klappte es. Jetzt will man mir weis machen, daß der Islam uns alle verändern wird in Zukunft? Ich lese in diesem Forum mitunter hahnebüchene Sachen, dass hier aber, übertrumpft alles.
MariaMuellerR
- 24.07.2010 13:55 Uhr
Zitat gelato: Der User MariaMuellerR Zukunfsvisionen für Europa entwirft, ich kann sie nicht teilen. .

Hmm. Meinen Sie damit jetzt, dass Sie nicht glauben dass meine "Zukunftsvisionen" eintreten oder meinen Sie, dass sie zwar eintreten, Ihnen das aber nicht gefällt?

Ganz kurz dazu:

1) Für Deutschland sind keine Zahlen für die Geburtenhäufigkeit bei muslimischen Frauen bekannt, weil das statistisch nicht erfasst wird.

Statistiken gibt es aber für die Schweiz, die recht gut vergleichbar sein dürfte:

"Danach sind Hindus mit 2,79 Kindern pro Frau am frucht­barsten, gefolgt von Muslimen mit einem Schnitt von 2,44. Der Schweizer Mittelwert insgesamt liegt bei 1,43,

http://www.focus.de/politik/deutschland/deutschland_aid_52269.html

In D liegt der Mittelwert bei 1,4 Kindern pro Frau.

2) Schau'n wir uns mal an, wie das konkret in einer mittelgroßen deutschen Stadt aussiehtaussieht. Hier hat die Pforzheimer Zeitung kürzlich mal - unsensiblerweise - Zahlen veröffentlicht:

"So hatten am 31. Dezember 2008 (der zuletzt ermittelte Stand) sage und schreibe 42,6 Prozent aller Pforzheimer einen Migrationshintergrund – zum Vergleich: 2007 waren es 41,8 Prozent. Auffällig ist, dass der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund zunimmt, je jünger die untersuchte Gruppe ist: Während lediglich 15,7 Prozent bei den 65- bis 80-Jährigen einen Migrationshintergrund haben, so sind es bei den unter Dreijährigen bereits 71,7 Prozent. Mit anderen Worten: Die Zukunft gehört den Migranten."

http://www.pz-news.de/Home/Nachrichten/Pforzheim/arid,172201_puid,1_pageid,17.html

Kürzlich war ich zufällig mal in Pforzheim (ist nicht weit weit von mir) und da habe ich den Eindruck gewonnen, dass die von der PZ genannten "Migranten" wohl ganz überwiegend ihren MiHiGru mit Frau Ökzan teilen.

Also blebe ich dabei: Der hier herrschenden übersteigerte Individualismus wird bald überwunden sein!


Dann wird der Mensch wieder eingebettet in eine Gemeinschaft leben, die ihm viele Entscheidungen abnimmt.
emethy
- 24.07.2010 13:10 Uhr
Sehr positiv, daß Sie ohne Schnörkel über dieses in der Tat beispiellose Vorgehen berichten. Ich wünsche Ihnen, daß Sie sich weiterhin nicht von Frau Özkans "öffentlichkeitswirksamer" Umwerbung beeindrucken lassen und daß jeder Versuchung, Presse-, Meinungs- und Versammlungsfreiheit im Namen der politischen Korrektheit und der postmodernen Irrealis abzuschwächen, entschlossen widerstanden wird. Ich hoffe, daß die Namen der Zeitungen, die sich zu diesem Akt in Hannover breitschlagen lassen, möglichst breitgestreut öffentlich bekanntgemacht werden.
Optimistin
- 24.07.2010 11:05 Uhr
Wie wäre es denn mit einer Islam-Charta? Als Initiatorin wäre Frau Özkan, da Muslima, doch sehr geeignet. Diese Charta unterschreiben alle Ausrichtungen des Islam. Die Möglichkeit der Integration könnte auf diese Weise gefördert werden.
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