HANNOVER, 5. Januar 2011


Dioxin-verseuchtes Futter: Millionenschaden für Höfe

Dioxin-Skandal Untersuchungen können Wochen dauern – Landwirte empört


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Der Dioxin-Alarm in der Landwirtschaft schreckt Bauern, Verbraucher und Behörden auf. BILD: dpa  Bild vergrößern

Erste Ergebnisse liegen vor. In der Mehrheit blieb die Belastung getesteter Eier unterhalb der erlaubten Höchstgrenze.

Von unseren Redaktionen

Hannover - Die Dioxin-Funde in Tierfutter haben bei Landwirten in Deutschland Wut und Empörung ausgelöst. Ursache für den Skandal ist offenbar die Verwendung von Fett, das gar nicht für Futtermittel, sondern nur für technische Zwecke geeignet ist. Die Staatsanwaltschaft Itzehoe ermittelt insbesondere gegen die Firma Harles & Jentzsch aus dem schleswig-holsteinischen Uetersen.

Der Vorsitzende des Agrar-Ausschusses im Deutschen Bundestag, Hans-Michael Goldmann (FDP) aus Papenburg, sprach gegenüber dieser Zeitung von „einer Katastrophe für die Betroffenen“. Dies seien in erster Linie die Bauern. Er kündigte eine Sondersitzung des Ausschusses für die nächste Woche an.

Der Bauernverband hält einen Millionenschaden für möglich. Allein in Niedersachsen müssen 1000 vorsorglich gesperrte Betriebe nachweisen, dass ihre Lebensmittel unbedenklich sind. So lange dürfen sie mit Eiern und Fleisch nicht handeln.



Niedersachsens Agrarministerium liegen erste Testresultate vor: Bei 15 von 18 untersuchten Höfen, die Eier produzieren, lag die Dioxin-Menge in den Eiern unterhalb der erlaubten Höchstgrenze. In einem Betrieb sei bei Eiern der Grenzwert überschritten, bei zwei anderen Beständen seien kritische Werte ermittelt worden. Die Labor-Tests könnten einige Wochen dauern, hieß es im Agrarministerium in Hannover.

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