77 Prozent Öko-Energie bis 2050
Studie Weltklimarat legt Untersuchung vor – Erneuerbare immer günstiger
von Simone Humml
Abu Dhabi - Mehr als drei Viertel aller Energie könnte nach einer Studie des Weltklimarates IPCC im Jahr 2050 aus alternativen Quellen stammen. Voraussetzung sind optimale politische Bedingungen und hohe Investitionen für erneuerbare Energien. Das geht aus einem 900 Seiten umfassenden Report des Weltklimarates IPCC hervor, dessen Hauptergebnisse am Montag in Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten präsentiert wurden. Für den Report hatten 120 Forscher den Stand der Literatur zusammengefasst.
Die fossilen Rohstoffe Kohle, Öl und Gas stellten laut IPCC nach jüngsten Daten von 2008 rund 85 Prozent der genutzten Energie bereit, die Atomkraft lag bei zwei Prozent. Die erneuerbaren Energien boten etwa 13 Prozent.
Derzeit werde der Klimawandel keinesfalls begrenzt, sagte einer der drei leitenden Autoren des Reports, Professor Ottmar Edenhofer vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung in Abu Dhabi. „Wir beobachten einen enormen Anstieg bei der Emission von Treibhausgasen.“
Die modernen erneuerbaren Energien werden dem Bericht zufolge immer günstiger und haben Zuwachsraten im zweistelligen Bereich. Der IPCC hat 164 Zukunftsszenarien berechnet. Das Ergebnis: Je nach Unterstützung durch Politik und Wirtschaft können die erneuerbaren Energien 2050 einen Anteil von bis zu 77 Prozent erreichen.
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