HANNOVER, 11. Januar 2012


40 000 Hausbesitzern droht Zwangsgeld bis 400 Euro

Volkszählung Viele Fragebögen unbeantwortet – Behörden schicken Mahnung


In kleinen Kommunen gibt es Probleme mit den Meldungen. Die Daten der Volkszählung werden derzeit ausgewertet.

von Marco Seng

Hannover - Die Volkszählung 2011 könnte für bis zu 40 000 Haus- und Wohnungseigentümer in Niedersachsen unangenehme Folgen haben. Weil sie die Fragebögen bisher nicht beantwortet haben, droht ihnen ein hohes Zwangsgeld. Der Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie (LSKN) hat den betroffenen Eigentümern jetzt eine letzte Mahnung geschickt. „Sollten sie dieser Aufforderung nicht nachkommen, setzen wir ein Zwangsgeld fest“, sagte LSKN-Vorstand Eckart Methner der NWZ. Nach seinen Angaben drohen den unwilligen Eigentümern ein Zwangsgeld von 300 Euro und eine Gebühr von rund 100 Euro. Der Landesbetrieb hatte im vergangenen Jahr rund 2,3 Millionen Haus- und Wohnungseigentümer in Niedersachsen befragt.

Laut Methner sind die meisten Fragebögen der Volkszählung inzwischen erfasst und werden ausgewertet. Die Behörden wollten die Ergebnisse ursprünglich im Herbst dieses Jahres vorlegen. „Ob wir diesen Termin halten können, kann ich nicht sagen“, zeigte sich Methner eher pessimistisch.

In Niedersachsen werden derzeit in Kommunen mit weniger als 10 000 Einwohnern weitere Fragebögen verschickt. Aus den eingegangenen Datensätzen hätten sich Rückfragen ergeben, erklärte Methner. So stimme häufig die Anzahl der in einem Haushalt gemeldeten Personen nicht mit dem Melderegister der Kommune überein. Das sei aber vor allem ein statistisches Problem, das es bei größeren Städten und Gemeinden nicht gebe.



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