Kein Konflikt mit CDU-Spitze
Parteien Mitglieder organisieren sich im „Berliner Kreis“
Berlin - Der „Berliner Kreis“ in der CDU will sich weiter für ein schärferes Profil der Partei stark machen und sieht sich dabei nicht im Konflikt mit der Führung der Union. „Es ist unser gemeinsames Ziel, uns für den Erfolg der Union einzusetzen“, sagte der hessische CDU-Fraktionschef Christean Wagner, der Wortführer des Zirkels aus Landes- und Bundespolitikern ist. Ein Gedankenaustausch mit Generalsekretär Hermann Gröhe am Vorabend sei „konstruktiv und offen“ gewesen, wie es auch aus der Parteizentrale hieß. In der Führung gibt es Bedenken gegen die mögliche Formierung eines neuen Parteiflügels. Zum „Berliner Kreis“ gehört auch der Innenexperte Wolfgang Bosbach.
Der CDU-Bundestagsabgeordnete Thomas Bareiß, sagte: „Wir haben unser Anliegen deutlich gemacht, dass unser Kreis nicht gegen irgendjemanden in der CDU gerichtet ist.“ Alle wollten, dass die CDU als Volkspartei noch erfolgreicher sei als in den vergangenen Jahren. Der „Berliner Kreis“ solle daher seinen Beitrag leisten. Gröhe erklärte nach dem Gespräch: „Uns eint das Ziel, die Union weiter nach vorne zu bringen.“ Wie die Umfragewerte zeigten, werde honoriert, dass die Union Deutschland durch die Krise geführt habe.
Hintergrund der stärkeren Aktivitäten des seit Jahren bestehenden Gesprächskreises ist Enttäuschung vieler Mitglieder nach Kurswechseln wie dem Atomausstieg oder dem Ende der Wehrpflicht.
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