HANNOVER, 23. Februar 2012


Wilhelmshaven: Jade-Port immer teurer

Baukosten 15 Millionen Euro für Schäden – Starttermin 5. August soll bleiben


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Die Baustelle des Jade-Weser-Ports. Das Projekt wird doch teurer als geplant. BILD: dpa  Bild vergrößern

Betreiber und Bauunternehmen streiten über die Spundwand-Risse. Niedersachsens Wirtschaftsminister Bode sieht die Inbetriebnahme nicht gefährdet.

von Marco Seng

Hannover - Der Bau des Jade-Weser-Ports in Wilhelmshaven wird immer teurer. Die Realisierungsgesellschaft des Tiefwasserhafens rechnet mit Kosten von rund 15 Millionen Euro für die Reparatur von Schäden beim Bau der Kaje. In der 1725 Meter langen Spundwand des Hafens müssen 55 sogenannte Schlosssprengungen (Naht-risse) behoben werden. Die Gesamtkosten für den Bau des Hafens liegen bei mehr als einer Milliarde Euro.

Landesregierung und Realisierungsgesellschaft versuchten am Mittwoch, die Sorgen in der Region auszuräumen, die Inbetriebnahme des Hafens im Sommer sei gefährdet. „Nach technischem Ermessen gibt es keinen Anlass, am 5. August zu zweifeln“, sagte der niedersächsische Wirtschaftsminister Jörg Bode (FDP) der NWZ. Die Probleme seien beim Bau von Kajen nicht ungewöhnlich und könnten behoben werden. „Der Sekt ist kaltgestellt.“

Axel Kluth, Geschäftsführer der Realisierungsgesellschaft, erklärte, das Baukonsortium habe reagiert, die Standfestigkeit der Spundwand sei nicht gefährdet. Kluth hatte die Bauunternehmen zuvor gerügt. Das Konsortium wies die Kritik zurück. Die Baufirmen seien weder baulich in Verzug noch mit der Sanierung überfordert, erklärte der Geschäftsführer der Baufirma Bunte, Manfred Wendt.

Der Bremer Wirtschaftssenator Martin Günthner (SPD) und Niedersachsens SPD-Landesvize Olaf Lies (Sande) äußerten sich besorgt. Es stelle sich auch die Frage einer „ausreichenden Baukontrolle“, sagte Lies der NWZ.

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