Landeselternrat sieht Schulfrieden in Gefahr
Bildung Streit um Gesamtschulen
Hannover - Der Landeselternrat sieht den Schulfrieden in Niedersachsen in Gefahr, wenn es bei den strengen Reglungen für Gesamtschulen bleibt. Der Verband forderte die CDU/FDP-Landesregierung zu einer Kurskorrektur bei der geplanten Schulreform auf. „Integrierte Gesamtschulen sollten zumindest vierzügig, in Ausnahmefällen auch dreizügig errichtet werden können“, sagte der Vorsitzende des Landeselternrats, Pascal Zimmer, am Donnerstag in Hannover. Zudem müssten die Gesamtschulen auch Regelschulen werden.
Der Landeselternrat hält die von Kultusminister Bernd Althusmann (CDU) geplante Einrichtung von Oberschulen mit Gymnasialangebot für einen richtigen Schritt, sieht aber Gesamtschulen benachteiligt, weil fünf Parallelklassen für ihre Gründung vorgeschrieben sind. „Die Chancen zu einem Konsens zu kommen, waren nie besser als jetzt“, sagte Zimmer. Er warf FDP und Philologenverband vor, diesen zu gefährden.
Auch der Niedersächsische Städtetag forderte die Landesregierung auf, bei den Gesamtschulen einzulenken. Es müsse genügen, wenn eine IGS vier Parallelklassen aufweise, sagte Städtetags-Präsident Frank Klingebiel.
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