Alstom-Streit beendet
Bahntechnik Standort vorerst gesichert
Salzgitter - Beschäftigte und Geschäftsführung des französischen Bahntechnik-Konzerns Alstom haben am Freitag ihren monatelangen Streit um die Zukunft des Werks in Salzgitter auch offiziell beigelegt. Vertreter beider Seiten unterzeichneten nach Angaben der IG Metall insgesamt zehn Betriebsvereinbarungen. Sie sollen den vereinbarten Tarifvertrag zur Sicherung des Standorts in Niedersachsen anhand einzelner Bestimmungen konkret umsetzen. Der Konflikt bei Alstom sei nun „formal beendet“, teilte die Gewerkschaft mit. 93 Prozent der Gewerkschaftsmitglieder hätten dem Vertrag zuvor zugestimmt. Der IG-Metall-Bevollmächtigte Horst Ludewig betonte, das Ergebnis sei bei einer Wahlbeteiligung von mehr als 86 Prozent zustande gekommen.
Vor zwei Wochen war die Alstom-Führung von ihrem ursprünglichen Plan abgerückt, mindestens 700 Stellen in dem Werk zu streichen und größere Teile des Stahlrohbaus aus Salzgitter nach Polen zu verlagern. Laut IG Metall konnten unter anderem betriebsbedingte Kündigungen bis Ende August 2016 ausgeschlossen werden. In den Streit bei Alstom hatten sich auch Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (CDU) und SPD-Chef Sigmar Gabriel eingeschaltet.
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