Stade - Am letzten Prozesstag vor dem Landgericht Stade sorgte der Angeklagte Martin N. („Maskenmann“) für eine Überraschung. Erstmals äußerte sich der wegen Mordes an drei Jungen und zahlreicher Missbrauchsfälle Angeklagte selbst öffentlich. Seine Taten seien kaum entschuldbar, räumte er ein. Am kommenden Montag werden die Richter das Urteil verkünden. Beobachter erwarteten eine lebenslange Haftstrafe.
Die Frage ist, ob das Gericht die besondere Schwere der Schuld feststellt und deshalb womöglich eine Sicherungsverwahrung anordnet. Diese würde eine vorzeitige Entlassung auf Bewährung bereits nach 15 Jahren verhindern.
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