Riesige Chance im Kampf gegen Missbrauch
von Karin Wollschläger
FRAGE: Sie waren viele Jahre lang Büroleiter von Christine Bergmann. Setzen Sie nun als neuer Missbrauchsbeauftragter Frau Bergmanns Arbeit eins zu eins fort?
RÖRIG: Als neuer Beauftragter habe ich etwas veränderte Aufgaben. Ich konzentriere mich vornehmlich auf die Umsetzung der Empfehlungen des Runden Tisches gegen sexuellen Kindesmissbrauch.
FRAGE: Kommenden Mittwoch tagt der Runde Tisch zum letzten Mal und stellt seinen Abschlussbericht vor. Was steht zu erwarten?
RÖRIG: Viele Empfehlungen aus dem Abschlussbericht von Frau Bergmann finden sich auch in dem Abschlussbericht des Runden Tisches wieder. Aber verschiedene Punkte wurden gar nicht oder nicht deutlich genug aufgenommen.
FRAGE: Was fand denn keinen Niederschlag?
RÖRIG: Zum Beispiel einige Empfehlungen zum rechtlichen Bereich, also zum Opferentschädigungsgesetz und zum Opferschutz. Etwa die psychosoziale Begleitung von Opferzeugen im Strafprozess. Aber auch im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherungen sind noch nicht alle aufgeworfenen Fragen geklärt. Hier geht es vor allem um Therapieangebote für Betroffene, gerade auch im Bereich der spezialisierten und alternativen Therapien wie der Traumatherapie oder Kreativtherapien. Außerdem fehlen flächendeckende Angebote für Jungen oder ältere Betroffene.
FRAGE: Welche eigenen Schwerpunkte wollen Sie nun setzen?
RÖRIG: Es muss jetzt schnell zu einer konsequenten Umsetzung der vielfältigen Empfehlungen des Runden Tisches kommt. Beispielsweise haben die Deutsche Bischofskonferenz oder der Deutsche Sportbund schon gute Handreichungen vorgelegt. Aber die Verantwortlichen in den Einrichtungen müssen diese jetzt auch wirksam zur Anwendung bringen.
FRAGE: Und Sie kontrollieren, ob das geschieht?
RÖRIG: Ja, ob das passiert, werde ich sehr genau beobachten. Einen weiteren Schwerpunkt lege ich auf die Verbesserung von Hilfen für die Opfer selbst. Dazu gehört wesentlich die Reform der bestehenden Regelsysteme, wie der gesetzlichen Krankenversicherung oder des Opferentschädigungsgesetzes. Insgesamt scheint mir eine riesige Chance zu bestehen, die Fälle von sexuellem Kindesmissbrauch in Deutschland einzudämmen und die Hilfen für Betroffene dauerhaft zu verbessern.
- FRAGE: Herr Lafer, zu welchem Anlass heizen Sie den Grill an?
LAFER: In meiner Berufung als Koch werfe ich den Grill natürlich am liebsten für meine Gäste an.
FRAGE: Was macht Ihnen beim Grillen besonders viel Spaß?
LAFER: Grillen ist heutzutage modern und trendy, da sich die Technik so enorm weiterentwickelt hat.mehr
- FRAGE: Herr Lies, wie sehen Sie die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt, ist da nicht alles im grünen Bereich?
LIES: Im Gegenteil, wir haben einen zweigeteilten Arbeitsmarkt: Beschäftigte mit guter tariflicher Bezahlung und ein immer dramatischer werdender Niedriglohnbereich.mehr
- FRAGE: Bei ihrem Gipfeltreffen in Chicago will die NATO über die Finanzierung der afghanischen Streitkräfte nach dem Ende des internationalen Kampfeinsatzes 2014 beraten. Wie viel Geld wird künftig von Deutschland nach Afghanistan fließen?
NIEBEL: Wir wollen die Unterstützung zunächst auf dem bisherigen Niveau fortsetzen.mehr
- FRAGE: Sie werden 85 und stehen immer noch fast jeden Abend auf der Bühne. Haben Sie nie daran gedacht, kürzerzutreten? Oder brauchen Sie das Geld?
HILDEBRANDT: Geld brauche ich immer, es brauchen auch Leute Geld, die mit mir zusammenleben.mehr



