Schutz gegen Kinderlähmung bleibt notwendig
von Sophia Weimer
FRAGE: In Deutschland gilt Polio als besiegt, warum sollten Kinder noch geimpft werden?
DIEDRICH: Eine Impfung ist der einzige, jedoch sehr wirksame Schutz vor der Erkrankung. Es gibt keine Therapie. Deshalb sollten alle Kleinkinder rechtzeitig die notwendigen Impfungen erhalten. Bei unzureichender Immunität in der Bevölkerung können die Polioviren wieder Ausbrüche hervorrufen. Als Beispiel kann hier der Polio-Ausbruch 2010 in Tadschikistan genannt werden. Es gab 460 Polio-Fälle durch ein importiertes Virus. Nachfolgend kam es auch zu 14 Erkrankungen in Russland.
FRAGE: Kann die Krankheit auch bei Erwachsenen ausbrechen oder können sie sie nur übertragen?
DIEDRICH: Früher waren fast ausschließlich Kinder unter fünf Jahren betroffen – daher auch der Name Kinderlähmung. Heute erkranken auch zunehmend Erwachsene. Sie entwickeln die gleichen Symptome wie Kinder, oft sogar noch schwerwiegender. 2006 gab es einen Polio-Ausbruch in Namibia, wo fast alle Patienten über 20 Jahre alt waren. Auch bei dem dramatischem Polio-Ausbruch in der Republik Kongo im letzten Jahr war ein Großteil der Patienten 15 bis 25 Jahre alt.
FRAGE: Wann gab es in Deutschland die letzten gemeldeten Fälle?
DIEDRICH: Der letzte Polio-Fall durch einheimische Viren wurde in Deutschland 1990 diagnostiziert – bis zu diesem Zeitpunkt gab es also einheimische Polio-Wildviren in Deutschland. Danach gab es 1992 noch zwei importierte Fälle. Nichtimmune Personen, also nichtgeimpfte oder solche mit Immundefekt, können an importierten Viren erkranken. Danach gab es noch vereinzelte Fälle, bei denen der Lebend-Impfstoff die Lähmung ausgelöst hat. Wegen des Risikos wird seit 1998 in Deutschland nur noch mit dem abgetöteten Virus geimpft.
FRAGE: Seit 1988 verfolgt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) das Ziel, die Kinderlähmung weltweit auszurotten. In den letzten Jahren stagnierte der Prozess – wann wird das WHO-Ziel erreicht?
DIEDRICH: Das Ziel der Ausrottung ist greifbar nah. Insbesondere die Entwicklung in Indien, wo es seit einem Jahr keine Neuerkrankungen gibt, lässt hoffen. Die WHO strebt an, dass die Übertragung der Polio-Wildviren noch in diesem Jahr auch in den verbleibenden Endemiegebieten gestoppt wird.
- FRAGE: Herr Lafer, zu welchem Anlass heizen Sie den Grill an?
LAFER: In meiner Berufung als Koch werfe ich den Grill natürlich am liebsten für meine Gäste an.
FRAGE: Was macht Ihnen beim Grillen besonders viel Spaß?
LAFER: Grillen ist heutzutage modern und trendy, da sich die Technik so enorm weiterentwickelt hat.mehr
- FRAGE: Herr Lies, wie sehen Sie die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt, ist da nicht alles im grünen Bereich?
LIES: Im Gegenteil, wir haben einen zweigeteilten Arbeitsmarkt: Beschäftigte mit guter tariflicher Bezahlung und ein immer dramatischer werdender Niedriglohnbereich.mehr
- FRAGE: Bei ihrem Gipfeltreffen in Chicago will die NATO über die Finanzierung der afghanischen Streitkräfte nach dem Ende des internationalen Kampfeinsatzes 2014 beraten. Wie viel Geld wird künftig von Deutschland nach Afghanistan fließen?
NIEBEL: Wir wollen die Unterstützung zunächst auf dem bisherigen Niveau fortsetzen.mehr
- FRAGE: Sie werden 85 und stehen immer noch fast jeden Abend auf der Bühne. Haben Sie nie daran gedacht, kürzerzutreten? Oder brauchen Sie das Geld?
HILDEBRANDT: Geld brauche ich immer, es brauchen auch Leute Geld, die mit mir zusammenleben.mehr



