Endlich mehr Klarheit für kranke Eltern
von Christoph Kiefer
FRAGE: Nach langen Verhandlungen gibt es jetzt eine Einigung zur Genehmigungspraxis für Eltern-Kind-Kuren. Was ändert sich für die betroffenen Familien?
EVERS-MEYER: Die Einigung ist ein enormer Fortschritt. Sie bedeutet hoffentlich einen Durchbruch, der Eltern und Kurkliniken Klarheit gibt, in welchen Fällen Krankenkassen die Kosten für Kuren übernehmen.
FRAGE: Was war daran bislang unklar?
EVERS-MEYER: Wir haben in Deutschland im Grunde hervorragende Gesetze, die Müttern und Vätern die Möglichkeit geben, bei Bedarf in einer Kur zu Kräften zu kommen. Das Problem war: Die Kassen haben die Gesetze nicht angewendet. Obwohl Eltern die entsprechenden Bescheinigungen hatten, gab es immer wieder Probleme mit der Genehmigung der Kostenübernahme. Einmal war es grundsätzlich unmöglich, dass ein Vater mit dem Kind eine Kur antritt. Ein anderes Mal wurde untersagt, dass ein Kind zur Kur mitkommt. Kurz: Es waren unhaltbare Zustände.
FRAGE: Warum gab es die Probleme?
EVERS-MEYER: Die Krankenkassen haben sich schlichtweg dagegen gesträubt, aus ihrem freiwilligen Budget Kuren in einem entsprechenden Umfang zu fördern. Jetzt endlich haben die Kassen klare Kriterien akzeptiert, in welchen Fällen die Kosten für eine Kur übernommen haben. Der große Erfolg ist, dass sich endlich alle Beteiligten – neben den Krankenkassen das Müttergenesungswerk und der Bundesverband Deutscher Privatkliniken – geeinigt haben, wie sie die Gesetze anwenden.
FRAGE: Was bedeutet die Einigung für die Kliniken?
EVERS-MEYER: Wir haben viele Kliniken an der Küste, sowohl private als auch von Diakonie, DRK und weiteren Trägern. Sie waren durch die Verweigerungshaltung der Kassen in ihrer Existenz gefährdet. Ich hoffe, dass wir alle Steine aus dem Weg geräumt haben. Aber richtig zufrieden bin ich erst, wenn die Kurkliniken über steigende Besucherzahlen berichten.
FRAGE: Was hat den Durchbruch letztlich ermöglicht?
EVERS-MEYER: Gemeinsam mit Sozialverbänden und Kliniken aus der Region haben wir auf die dramatisch sinkenden Bewilligungszahlen bei Kuren hingewiesen. Für diese Entwicklung gab es keinen sachlich nachvollziehbaren Grund. Deswegen war eine Überarbeitung der Begutachtungsgrundlagen geboten. Offenbar zahlt sich unsere Hartnäckigkeit aus.
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MAYER: Martin Schulz hat sich vor der Wahl in meiner Fraktion vorgestellt und zugesagt, seine Rolle des Fraktionschefs der Sozialdemokraten abzulegen und Präsident des gesamten Parlaments zu sein.mehr
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KAMMER: Wer jetzt eine Altersrente vor Erreichen der Regelaltersgrenze von derzeit 65 Jahren als Vollrente in Anspruch nimmt, darf monatlich maximal 400 Euro dazuverdienen.mehr



