Polen rasen zum Dreifachtriumph
Speedway Zbigniew Suchecki siegt in Moorwinkelsdamm vor 2000 Zuschauern
Wirbelte viel Staub auf: Der Pole Zbigniew Suchecki (Mitte) gewann am Sonnabend das Masters of Speedway in Moorwinkelsdamm. Unter Flutlicht siegte er vor Miroslav Jablonski (rechts), Ludvig Lindgren (links) wurde vierter. BILD: Rudi hagen 
von Rudi Hagen
Moorwinkelsdamm - Die polnischen Profis haben sich als zu stark für die übrige Konkurrenz beim Speedwayrennen in Moorwinkelsdamm erwiesen. Zbigniew Suchecki aus Lublin sicherte sich am Sonnabendabend mit der Maximal-Punktzahl fast ohne Mühe den Titel „Master of Speedway“, gefolgt von den Brüdern Miroslav und Krzysztof Jablonski. Auf Platz vier fuhr der Schwede Ludvig Lindgren vor den beiden Talenten Kasper Lykke Nielsen aus Dänemark und Marcel Helfer vom Deutschen Speedwaymeister AC Landshut.
Matthias Kröger aus Bokel bei Neumünster, der im Semifinale nach einem harten Zweikampf mit Krzysztof Jablonski stürzte und in die vom ADAC zur Verfügung gestellte Airfence (deutsch: Luftzaun) geknallt war, und Jörg Tebbe aus dem emsländischen Dohren belegten die Plätze acht und neun.
„Das war die absolute Speedway-Härte“, klagte der zerknirschte Kröger: „Gegen Krzysztof wäre ich außen durch gewesen, da ist er mir in die Karre gefahren. Und in meinem ersten Lauf hatte ich auch einen super Start, aber dann hat mich Henning Bager genauso abgedrängt. Ich wäre sonst locker im Finale gewesen.“ „Für mich war das ein hartes Feld“, gab Jörg Tebbe zu, der durch den Ausfall des Österreichers Fritz Wallners vom B- ins A-Feld gerutscht war: „Ich habe einfach zu wenig Speedway-Erfahrung.“
Master-Sieger Suchecki hingegen freute sich: „Ich liebe diese Bahn, aber heute war es auch recht einfach für mich. Ich habe jeden Start gewonnen, das war dann immer schon die halbe Miete.“
Mehr als 2000 Zuschauer waren bei dem Flutlicht-Rennen im Stadion. Alle angekündigten Fahrer allerdings nicht. „Wir waren da machtlos“, ärgerte sich MSC-Chef Heinrich Wilhelms. „Adam Skornicki und Jonas Davidsson wurden von ihren polnischen Erstligaclubs zum Training einbestellt. Wären sie nicht gekommen, hätten sie ihre Verträge aufs Spiel gesetzt. Das ist ja noch zu verstehen. Aber unser Vorjahressieger Ben Barker hat uns versetzt. Er hat sich nicht einmal krank bei uns abgemeldet. Wir wissen jetzt auch aus anderen Vorfällen, dass er null Charakter hat. Der hat bei uns im Club auf Lebenszeit keine Chance mehr!“, schimpfte Wilhelms.


