Kurierter Haas steht bei Lieblingsturnier auf dem Platz
Tennis Kohlschreiber erreicht in Halle Achtelfinale – Schweizer Federer sagt Teilnahme kurzfristig ab
Halle - Einen Tag vor dem mit Spannung erwarteten Auftritt von Thomas Haas hat sich der Augsburger Philipp Kohlschreiber ins Achtelfinale des Rasenturniers im westfälischen Halle gekämpft. Im deutschen Tennis-Duell mit dem forschen Qualifikanten Cedrik-Marcel Stebe (Vaihingen/Enz) setzte sich der Weltranglisten-49. am Montag mit 6:4, 3:6, 6:1 durch. Ebenfalls weiter ist nach einem Kurzzeit-Job der Lübecker Tobias Kamke, der von der verletzungsbedingten Aufgabe seines Kumpels Julian Reister profitierte. Eine Schulterverletzung zwang den 25-Jährigen beim Stand von 3:4, den Schläger einzupacken.
Für wenige Minuten sah es so aus, als ob auch Kohlschreiber ein ähnliches Pech wie Reister ereilen würde. Beim Stand von 4:2 rutschte der Augsburger aus, ließ sich kurz am Knöchel behandeln, ehe er zur Erleichterung der Zuschauer Stadion weitermachte. „Es tut ein bisschen weh. Es ist aber nicht so schlimm“, sagte Kohlschreiber nach dem Duell mit dem 20-jährigen Stebe, der als Weltranglisten-210. im zweiten Durchgang furios aufspielte. Erst im dritten Satz sorgte der teilweise mit sich hadernde Kohlschreiber für klare Verhältnisse und beendete nach 2:10 Stunden die Partie. Im Achtelfinale der mit 750 000 Euro dotierten Veranstaltung trifft er nun auf Alexander Dolgopolow aus der Ukraine.
Thomas Haas, der 2009 in Westfalen triumphiert hatte, greift wie Deutschlands bester Spieler Florian Mayer (Bayreuth) an diesem Dienstag ins Geschehen ein. Der Wahl-Amerikaner, der nach langer Verletzungspause Ende April sein Comeback auf der ATP-Tour gefeiert hatte, schaut dem Duell mit dem Italiener Andreas Seppi optimistisch entgegen. „Im Moment fühle ich mich fit“, sagte Haas vor dem Auftritt bei seinem Lieblingsturnier.
Der fünfmalige Turniersieger Roger Federer hat seine Teilnahme in Halle am Montag abgesagt. Sein Körper und vor allem seine Leiste bräuchten nach den French Open eine Pause, begründete der Schweizer einen Tag nach der Final-Niederlage gegen Rafael Nadal seinen Verzicht.
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