LONDON, 23. Juni 2011


Wimbledon: Görges, Lisicki und Petkovic eilen in nächste Runde

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Julia Görges aus Bad Oldesloe erreichte am Mittwoch die zweite Runde des Tennis-Turniers in Wimbledon. BILD: dpa  Bild vergrößern

sid

London - Das Hoch der deutschen Tennisfrauen hält auch in Wimbledon an. Die Hoffnungsträgerinnen Andrea Petkovic, Julia Görges und Sabine Lisicki bestätigten am Mittwoch mit souveränen Siegen, dass bei den 125. All England Championships noch eine Menge von ihnen zu erwarten ist. Als erste des starken Trios erreichte Petkovic dank des 6:3, 4:6, 6:3 über die Kanadierin Stephanie Dubois bereits die dritte Runde – so gut war Deutschlands Nummer 1 im All England Club noch nie.

Zuvor hatten ihre beiden Fed-Cup-Kolleginnen aufgetrumpft. Görges fegte die Spanierin Anabel Medina-Garrigues mit 6:3, 6:0 vom Platz, Birmingham-Siegerin Lisicki deklassierte die Lettin Anastasija Sewastowa mit 6:1, 6:1. „Auf Rasen spiele ich eigentlich immer gut“, betonte Lisicki, die an diesem Donnerstag in Runde zwei auf dem Centre Court auf French-Open-Siegerin Li Na trifft.

Auf Petkovic wartet in der Russin Xenia Perwak eine einfachere Hürde. Allerdings muss sich die 23-Jährige, die viele Experten zu den Turnierfavoritinnen rechnen, noch steigern. Gegen Dubois tat sich Petkovic unerwartet schwer. Nur dank eines starken Zwischenspurts konnte sie verhindern, dass ihre Partie wegen einsetzender Dunkelheit vertagt wurde.



Görges betrat mit dreieinhalbstündiger Verspätung Nebenplatz 5 – und hatte es nach der Hängepartie eilig. Nach einem Break zum 4:2 hatte die Turniersiegerin von Stuttgart den Widerstand ihrer Kontrahentin gebrochen und machte nach 67 Minuten den Erfolg perfekt. „Das war meine beste erste Runde, die ich bislang bei einem Grand Slam gespielt habe“, sagte Görges. Nächste Gegnerin der Weltranglisten-16. Mathilde Johansson aus Frankreich.

Fast noch furioser agierte Lisicki, die mit Sewastowa Katz und Maus spielte und nach nur 45 Minuten jubeln konnte. Starke Aufschläge, harte Grundlinienschläge – auf Gras dürfte Lisicki auch für Paris-Siegerin Li Na nur schwer zu schlagen sein. „Ich spiele sehr gut auf Rasen, sie hat viel Selbstvertrauen aus Paris – das wird ziemlich offen“, sagte Lisicki. Zuletzt hatte die 21-Jährige in Stuttgart die Chinesin bezwungen.

Bei den deutschen Männern ist Florian Mayer – er trifft an diesem Donnerstag auf den Belgier Xavier Malisse – schon nach dem dritten Tag allein auf weiter Flur. Als vorletzter von 13 Akteuren des Deutschen Tennis Bundes schied am Mittwoch Rainer Schüttler aus. Der 35-Jährige musste sich dem Spanier Feliciano Lopez mit 6:7 (3:7), 7:6 (7:3), 2:6, 2:6 geschlagen geben. Zudem ereilte den Lübecker Tobias Kamke mit dem 3:6, 3:6, 5:7 gegen den Briten Andy Murray das Aus.

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