GELSENKIRCHEN, 19. September 2011


Neuer bleibt in Schalker Hexenkessel kühl

Fußball Bayern München siegt mit 2:0 in Gelsenkirchen – Gästetorwart massiv angefeindet


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Manuel Neuer (mit Ball) behielt in Gelsenkirchen die Nerven. Der Bayern-Torhüter siegte mit seinem Team 2:1 bei Schalke 04 (links Jefferson Farfan, rechts Klaas-Jan Huntelaar). BILD: ddp  Bild vergrößern

Bayern-Trainer Heynckes geriet nach dem Spiel ins Schwärmen. Die Tore für sein Team erzielten Petersen und Müller.

von Thomas Lipinski

Gelsenkirchen - Nach dem Spießrutenlauf bei seiner alten Liebe umarmte Manuel Neuer die Schalker Spieler, tauschte das Trikot mit seinem Nachfolger Ralf Fährmann und genoss den 2:0 (1:0)-Triumph mit Bayern München ohne große Rührung: Der Fußball-Nationaltorhüter hat mit dem FC Bayern den Auftritt bei Schalke 04 trotz Pfiffen und übler Anfeindungen souverän gemeistert und ist mit dem Rekordmeister an die Tabellenspitze der Bundesliga zurückgekehrt.

„Ich wusste, was mich erwarten wird. Es sind emotionale Fans. Ich habe damit gerechnet, dass ich so empfangen werde und habe mich darauf eingestellt“, sagte Neuer, der im Sommer aus dem Ruhrgebiet in den Süden gewechselt war, nach dem hochverdienten Sieg der Bayern vor 61 673 Zuschauern. Bayern-Trainer Jupp Heynckes erklärte angesichts des Verhaltens des Schalker Anhangs: „Das hat er nicht verdient.“

Neuer hatte in der ersten Halbzeit die Schalker Nordkurve, die bitter gekränkten Fans und ein indiskutables Plakat im Rücken: „Wir trauern um M. Neuer – gestorben zwischen 2005 und 2011 – wiederauferstanden als charakterlose Marionette.“ Dazu meinte Heynckes: „Das war geschmacklos.“

Der fast beschäftigungslose Neuer ließ sich aber dadurch nicht beirren, musste nur einen Schuss abwehren und ist mittlerweile seit 748 Minuten ohne Gegentor. Bei dieser starken Vorstellung geriet auch Heynckes ins Schwärmen: „Meine Mannschaft hat wieder ein starkes Spiel gemacht. Die zweite Halbzeit war die beste Halbzeit in dieser Saison.“

Die Treffer erzielten Nils Petersen (21.), der den verletzten Torjäger Mario Gomez vertrat, und Nationalspieler Thomas Müller (75.). Während die Bayern mit dem achten Pflichtspiel-Sieg in Folge ohne Gegentor (22:0 Tore) einen Vereinsrekord aufstellten und Werder Bremen wieder von Platz eins verdrängten, fielen die Schalker durch die zweite Niederlage in der Liga nacheinander auf den neunten Rang zurück.

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Aus einer durchweg starken Bayern-Elf ragten Holger Badstuber, Franck Ribéry und Bastian Schweinsteiger heraus. Bei den Schalkern war Fährmann bester Akteur, von den Feldspielern hinterließ nur Benedikt Höwedes einen starken Eindruck.






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