MüNCHEN, 17. Dezember 2011


Bayern knacken Köln nach Pause

Fußball Münchner durch 3:0 Herbstmeister – Gäste sehr defensiv – Eklat um Ribéry


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Torschützen unter sich: Bayern Münchens Mario Gomez (links) und David Alaba bejubelten die Herbstmeisterschaft. Das dritte Tor erzielte Toni Kroos, es war sein erster Saisontreffer.Kopfstoß: Franck Ribéry (rechts) trifft Sereno BILD: dpaBILD: ddp  Bild vergrößern

Der Franzose sah wegen einer Unsportlichkeit die Gelb-Rote Karte. Nach einem Kopfstoß ging er dem Kölner Sereno auch noch an die Gurgel.

von Thomas Niklaus

München - Bayern München ist Herbstmeister der 49. Bundesliga-Saison. Der deutsche Fußball-Rekordmeister gewann am Freitagabend zum Auftakt des letzten Hinrundenspieltags gegen den 1. FC Köln mit 3:0 (0:0). Die Tore vor 69 000 Zuschauern in der ausverkauften WM-Arena erzielten Mario Gomez (48. Minute), David Alaba (63.) und Toni Kroos (88.).

Zum Eklat kam es in der 33. Minute: Franck Ribéry, der bis dahin glänzend gespielt hatte, verlor nach einem eigentlich harmlosen Zweikampf mit Henrique Sereno die Nerven. Nachdem der Kölner einige unschöne Worte Richtung Ribéry losgelassen hatte, kam es zu gegenseitigen Kopfstößen, und Schiedsrichter Guido Winkmann zeigte beiden Spielern die Gelbe Karte. Wenige Sekunden später ging Ribéry Sereno erneut an, griff an dessen Hals und musste mit Gelb-Rot das Feld verlassen.

„Das war dumm von ihm“, sagte Gomez: „Aber der Gegenspieler hat auch seinen Teil dazu beigetragen. Ich habe den Schiedsrichter vorher schon auf diesen Sereno aufmerksam gemacht.“ Um Verständnis bat auch Bayern-Trainer Jupp Heynckes: „Er darf sich nicht provozieren lassen. Aber es war harmlos – wenn man bedenkt, wie oft Ribéry in dieser Saison gefoult und getreten wurde.“

Der FC Bayern stand zunächst einem breiten Abwehrriegel gegenüber. Die Gäste spielten mehr oder weniger mit einer Fünfer-Kette in der Abwehr, die die Münchner erst nach der Pause knacken konnten. „So etwas habe ich noch nicht erlebt“, meinte Gomez nach der Partie: „Das war eine Zehner-Kette. Es ist schade, dass es so etwas heute noch gibt. Damit kann man in München nichts holen.“

Die Münchner versuchten, sich mit schier endlosen Ballstaffetten an den FC-Strafraum heranzuarbeiten. Nach dem Seitenwechsel klappte es dann bei den Münchnern besser. Nachdem Geromel den Ball leichtsinnig vertändelt hatte, trieb Thomas Müller den Ball in einem Konter nach vorne, passte zu Gomez, der aus kurzer Distanz einschob (48.). Dann sorgte der für Müller eingewechselte Alaba für die Vorentscheidung. Nach einem Eckball von Toni Kroos stand er im Kölner Strafraum goldrichtig und traf aus fünf Metern zum 2:0 (63.).

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Die Bayern machen im Werben um Nationalspieler Marco Reus derweil offenbar ernst. Wie die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet, habe der Rekordmeister für den Mönchengladbacher Profi bei dessen Spieler-Makler ein Angebot hinterlegt.






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