MüNCHEN, 31. Januar 2012


Bundestrainer sieht für Neulinge keine EM-Chance

Fußball Für Löw ist 2012 kein „Alles-oder-nichts-Jahr“ – Viele Arbeit bei Marketingtagen


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Wird schön gemacht: Thomas Müller (rechts) BILD: dpa  Bild vergrößern

sid

München - Bundestrainer Joachim Löw hat das EM-Jahr mit einer Liebeserklärung an sein junges Team eröffnet. Zugleich warb der 51-Jährige im Rahmen der Marketingtage der Nationalmannschaft in München eindringlich dafür, die goldene Generation um Jungstars wie Mesut Özil, Mario Götze oder Thomas Müller nicht nur am ersehnten Titelgewinn bei der Fußball-Europameisterschaft in Polen und der Ukraine (8. Juni bis 1. Juli) zu messen.

„Ich bin weit davon entfernt, dass 2012 ein Alles-oder-nichts-Jahr für unsere Nationalmannschaft wäre“, erklärte Löw. „Der große Favorit ist nach wie vor Spanien. Wir gehören zum Favoritenkreis dazu.“ Die Rolle des Mitfavoriten nehme das Team auch offensiv an.

Die besten Jahre, so Löw, kommen aber womöglich erst nach 2012. Der noch bis zur Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien vertraglich an den DFB gebundene Coach warb eindringlich um Kontinuität – unabhängig vom nackten Ergebnis beim EM-Turnier. „Egal, wie die EM ausgeht, muss man danach keinen völligen Umbruch, keinen Schnitt machen“, sagte Löw.

Der 51-Jährige geriet ins Schwärmen, als er im Münchner Teamhotel über die Perspektiven des deutschen Fußballs sprach: „Die Mannschaft steht erst am Anfang ihrer Entwicklung“, erklärte Löw. Den letzten Titel holte Deutschland bei der EM 1996.

Trotz aktueller Verletzungen von Götze (Schambein) und Lukas Podolski (Bänderanriss), die er mit Blickrichtung EM als „nicht dramatisch“ einstufte, fühlt sich der Bundestrainer in einer paradiesischen Situation. „Die Stimmung ist extrem gut. Die Spieler haben Spaß miteinander, trotz ihres Konkurrenzkampfes in der Liga“, sagte Löw. Der Kandidatenkreis für die 23 Plätze im EM-Kader umfasse rund 25 bis 30 Spieler. Neulingen gibt Löw praktisch keine EM-Chance mehr.

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Der vollgestopfte Zeitplan mit TV-Spots und Foto-Shootings ließ Löw kaum Zeit, um die 23 angereisten Kandidaten schon auf die EM einzuschwören. Da seien die Spieler „nicht so aufnahmefähig“, berichtete Löw: „Die erste Einstimmung erfolgt beim Länderspiel gegen Frankreich.“ Die Partie am 29. Februar in Bremen ist die einzige vor der Nominierung des EM-Kaders Anfang Mai.

 @ EM-Spezial unter http://www.NWZonline.de/em2012




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