Trainer Stanislawski und Skibbe geraten in Bedrängnis
Dfb-Pokal Hoffenheim unterliegt Greuther Fürth – Hertha BSC verliert gegen Mönchengladbach
Sinsheim - Borussia Mönchengladbach und Zweitligist Greuther Fürth sind dem deutschen Fußballmeister Borussia Dortmund ins Halbfinale des DFB-Pokals gefolgt, für die Trainer Holger Stanislawski und Michael Skibbe wird die Luft dagegen immer dünner.
Der Bundesliga-Vierte aus Mönchengladbach siegte am Mittwochabend mit 2:0 (0:0, 0:0) nach Verlängerung bei Hertha BSC, dessen Coach Skibbe im vierten Spiel die vierte Niederlage kassierte. Gleichzeitig platzte für die Hertha abermals der Traum vom Pokalfinale im eigenen Stadion.
Erstmals im Halbfinale
Fürth gewann durch einen Treffer von Torjäger Olivier Occean (44.) beim Erstligisten 1899 Hoffenheim mit 1:0 (1:0) und zog erstmals ins Halbfinale des Cup-Wettbewerbs ein. Der erst im Sommer verpflichtete Stanislawski steht bei Hoffenheim nun vor dem Aus, nachdem Clubmäzen Dietmar Hopp nach den zuletzt schwachen Leistungen in der Bundesliga den eigenen Coach angezählt und ohne Wenn und Aber den ersten Halbfinaleinzug der Hoffenheimer im Pokal verlangt hatte. Angeblich hat 1899-Manager Ernst Tanner bereits Kontakt zu Markus Babbel aufgenommen, der im Winter Hertha BSC verlassen hatte. Bei 1899 hatte Ex-Nationalspieler Marvin Compper in der 36. Minute wegen einer Tätlichkeit die Rote Karte gesehen.
Gladbach reichte im „Gefrierschrank“ Olympiastadion eine durchschnittliche Leistung und die Hilfe von Schiedsrichter Felix Brych zum Sieg. Für Diskussionen sorgte die entscheidende Szene vor dem Tor in der 101. Minute. Hertha-Verteidiger Roman Hubnik hatte Gladbachs Stürmer Igor de Camargo im Strafraum nach Meinung des Unparteiischen eine Kopfnuss verpasst, der Belgier ließ sich spektakulär fallen.
Rot gegen Hubnik
Hubnik sah für seine Aktion die Rote Karte, Filip Daems verwandelte den Elfmeter. In der zweiten Minute der Nachspielzeit machte der gerade eingewechselte Oscar Wendt mit dem 2:0 alles klar.
Drei Tage vor dem Liga-Spitzenspiel am Sonnabend (18.30 Uhr) gegen Schalke 04 beschränkte sich die Borussia vor 47 465 Zuschauern auf konzentrierte Abwehrarbeit und gelegentliche Konter. Das allerdings reichte, um erstmals seit acht Jahren wieder das Halbfinale zu erreichen und vom vierten Pokal-Triumph zu träumen. Zuletzt hatten die Fohlen 1995 den Cup gewonnen. Die Berliner, deren Amateure 1993 ein Finale im Olympiastadion spielen durften, können sich nach dem Pokal-K.o. zumindest auf den Kampf um den Klassenerhalt konzentrieren.
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