Gladbachs Abwehrstärke lässt Schalker grübeln
Fußball Verfolgerduell im Borussia-Park – Reus einsatzbereit – Dortmunds Trainer Klopp warnt vor Gegner Leverkusen
Treffen im Verfolgerduell wieder aufein- ander: Schalke- Profi Jefferson Farfan (links) und Gladbachs Roman Neustädter BILD: dpa 
von Heinz Büse
Düsseldorf - Noch marschieren sie im Gleichschritt, doch an diesem Sonnabend könnte das erste Mitglied der Bundesliga-Spitzengruppe ins Stolpern geraten. Während Fußballmeister Borussia Dortmund und Bayern München in ihren Heimspielen am Nachmittag (15.30 Uhr) vorlegen können, droht der Verlierer des Verfolgerduells am Abend (18.30 Uhr) zwischen Borussia Mönchengladbach und Schalke 04 vorerst den Anschluss zu verlieren. „Nach dem Spiel wissen wir, wohin die Reise geht“, sagte Schalke-Profi Joel Matip.
Viel wird davon abhängen, wie sich der zweitbeste Angriff (Schalke/46 Tore) gegen die beste Abwehr (12 Gegentreffer) schlägt. Nur drei Teams kassierten in der Liga-Historie in den ersten 20 Saisonspielen weniger Tore als die Borussia.
„Mein Kompliment, dass sie so wenig Gegentore bekommen. Das zeugt von einer guten Organisation“, lobte Schalke-Trainer Huub Stevens den Gegner. „Es ist extrem schwer, da durchzuspielen“, machte sich auch Torjäger Klaas-Jan Huntelaar Gedanken, wie man das Gladbacher Bollwerk durchbrechen kann.
Zur Erleichterung von Gladbach-Coach Lucien Favre kann Marco Reus auflaufen. Der Torjäger hatte über Adduktorenprobleme geklagt. „Es ist nicht so schlimm. Er ist dabei“, sagte Favre. Gute Nachrichten gab es auch von Juan Arango (31), der seinen ursprünglich im Sommer auslaufenden Vertrag vorzeitig bis Juni 2014 verlängerte.
Titelverteidiger BVB kann gegen Leverkusen den Vereinsrekord aus dem Vorjahr mit 15 Partien in Serie ohne Niederlage einstellen. Doch bei aller Euphorie warnte Trainer Jürgen Klopp vor Bayer: „Wir treffen auf eine richtig gute Mannschaft.“
Der Respekt des BVB-Trainers kommt nicht von ungefähr. „Man glaubt es kaum: Nur Nürnberg hat uns in den letzten zehn Spielen besiegt“, sagte Trainer Robin Dutt.
Vor der vermeintlich leichtesten Aufgabe steht Bayern, das den 1. FC Kaiserslautern empfängt. Für den verletzten Bastian Schweinsteiger (Bänderriss) wird David Alaba spielen. „Er bringt die Dynamik rein, die wir brauchen“, begründete Trainer Jupp Heynckes seine Entscheidung.
Arjen Robben droht damit wieder ein Platz auf der Bank. Das würde aber kein Dauerzustand sein, betonte Heynckes: „Es kann morgen und in den nächsten Wochen einen anderen Spieler treffen – und das wird auch so sein.“
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