Publikumsliebling trifft auf den Favoriten
Fußball Sambia spielt Sonntag gegen Elfenbeinküste um Sieg beim Afrika-Cup
Libreville - Würden die Zuschauer entscheiden, dann ginge der Afrika-Cup in diesem Jahr ganz klar an die Fußballer aus Sambia. Die Mannschaft kämpfte sich zur Überraschung vieler ins Finale und schaltete dabei auch Mitfavoriten wie Ghana aus. Der Finalgegner Elfenbeinküste geht an diesem Sonntag (20 Uhr/Eurosport) aber als haushoher Favorit in das Endspiel am Sonntag in Libreville, der Hauptstadt von Gabun.
Für die Elfenbeinküste wäre es der zweite Titel nach 1992. Damals gewannen sie alle Spiele des Turniers, ohne ein einziges Gegentor zu kassieren. Trotzdem werde man die Sambier nicht unterschätzen, sagt Nationalspieler Salomon Kalou. „Sie sind ein sehr gutes Team, und es wird ein sehr schwieriges Spiel werden“, meint der Stürmer des FC Chelsea.
Die meisten Spieler von Sambias Trainer Herve Renards kicken für afrikanische Vereine. Kapitän Christopher Katongo, einst in Bielefeld aktiv, stürmt in China für „Henan Construction“.
Die sambische Sturmspitze wird es schwer haben, eine Lücke in der Verteidigung der „Elefanten“ von der Elfenbeinküste zu finden. Das letzte Gegentor kassierte die Mannschaft im November, die nächsten sieben Spiele ließ die Verteidigung ihren Gegnern keine Chance.
Francois Zahoui, Trainer der Ivorer, kann sich aber nicht nur auf seine Abwehr verlassen. Die Stürmer Salomon Kalou, Gervinho und Didier Drogba spielen in der englischen Premier League auf höchstem Niveau. Die Brüder Yaya und Kolo Touré untermauern die Favoritenstellung der Elfenbeinküste.
„Wir wollen den Titel gewinnen. Das ist sehr wichtig für mich und mein Land“, sagte Drogba. Noch immer ist er auf dem Platz eine Naturgewalt, unverwüstlich, kraftvoll, schnell und eiskalt vor dem Tor. Aber nächsten Monat wird er auch schon 34 Jahre alt. Vielleicht ist es seine letzte Chance, sein Land zu einem Titel zu schießen. „Wir werden sehr fokussiert sein“, verspricht Drogba,
Für Sambia ist es eine emotionale Rückkehr nach Libreville. Im April 1993 verunglückte dort ein Flugzeug mit 18 Mitgliedern der Nationalmannschaft von Sambia an Bord. Die Ereignisse von vor 19 Jahren seien für die gesamte Delegation noch sehr präsent, sagt Kalusha Bwalya, der Präsident von Sambias Fußballverband.
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