Umgang mit Energie vorbildlich
Ehrung Nietiedt-Gruppe bekommt „Preis Umwelt Unternehmen Nordwest“
Bei der Preisverleihung (von links): Diane Zetzmann-Krien (Bremer Aufbau-Bank), Gewinner Tom und Rüdiger Nietiedt, Sabine Johannsen (N-Bank) BILD: Tobias Frick 
von Rüdiger Zu Klampen
Oldenburg - Große Auszeichnung für die Wilhelmshavener Firmengruppe Nietiedt: Sie wurde im Wettbewerb um herausragende Umweltlösungen in der Metropolregion Bremen-Oldenburg – „Preis Umwelt Unternehmen Nordwest“ – am Dienstagabend zum Sieger gekürt. Das Unternehmen setze mit seiner Ressourceneffizienz in sämtlichen Prozessen und dem Ausmaß seines freiwilligen Engagements eine „Messlatte für die gesamte Branche“, schwärmte Sabine Johannsen, Vorstand der niedersächsischen Förderbank N-Bank, bei der feierlichen Preisverleihung im Oldenburgischen Staatstheater. „Wir setzen auf die multiplikatorische Wirkung dieses Projektes“, meinte Jury-Mitglied Dr. Stefan Franzke.
Firmenchef Tom Nietiedt zeigte sich nach der Ehrung und viel Beifall spät abends „begeistert“. Damit habe man nicht gerechnet, sagte er dieser Zeitung. Das Unternehmen arbeite ja auch eher nach dem Motto „nicht lang schnacken“, fügte Senior Rüdiger Nietiedt hinzu. Im 7-sitzigen Mannschaftsbus wurde die Trophäe mit nach Wilhelmshaven genommen.
Der Hauptpreis beim zwei Länder übergreifenden „Preis Umwelt Unternehmen Nordwest“ für den „energetisch optimierten Betrieb“ von Nietiedt ist mit 35 000 Euro verbunden. Insgesamt geht es bei diesem wohl bestdotierten nordwestdeutschen Umweltpreis um mehr als 60 000 Euro.
Der 2003 vom Bremer Umweltsenator ins Leben gerufene Wettbewerb wird von der Mittelstandsorganisation RKW Nord getragen. Den Hauptpreis ermöglichen die Bremer Aufbau-Bank und die niedersächsische N-Bank. Weitere Förderer sind die Me-tropolregion Bremen-Oldenburg im Nordwesten, die Klimaschutzagentur Energiekonsens, die Kieserling Holding und die Wirtschaftsförderung der Stadt Oldenburg.
Neben Nietiedt wurden weitere Firmen ausgezeichnet: in der Kategorie „Energie“ der Lebensmittelproduzent Meereskost GmbH aus Bremerhaven (Projekt „Energieeffizienter Neubau“/10 000 Euro), in der Kategorie „Logistik“ die OHB Teledata GmbH aus Bremen („Intelligente Wechselbrückensteuerung“/10 000 Euro) und als „Partnerschafts-Projekt“ die Holzhandlung Hermann Ehlers aus Bremerhaven („Kontinuierliche Umsetzung von Energiesparmaßnahmen im Unternehmen“/7500 Euro).
Es gebe bei den Unternehmen der Metropolregion „eine Menge Kreativität“, lobte der Bremer Umweltsenator Joachim Lohse die vielen Bewerbungen.
Beim Sieger Nietiedt überzeugte die Jury eine Vielzahl von abgestimmten Maßnahmen zur Energieeffizienz beim Neubau der Firmenzentrale. Darunter: Luftfiltration und Wärmerückgewinnung, hoher Dämmstandard, Nutzung von Sonnenenergie und Erdwärme, innovative Senkung des Wasser- und Lösemitteleinsatzes, Technologien zur wiederholten Nutzung von Strahlmitteln, Minimierung der Feinstabbelastung sowie Abwärmenutzung.
Man wolle mit Beispielen wie diesem „Innovationsgeist belohnen“ und Beachtung schaffen, betonte Diane Zetzmann-Krien, Geschäftsführerin der Bremer Aufbau-Bank. Senator Lohse und Landrat Jörg Mielke (Vorsitzender des Metropolregion-Vereins) würdigten das Engagement der Finalisten, um CO-Emissionen zu mindern, Ressourcen zu schonen, die Umwelt zu entlasten und die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaftsregion Bremen-Oldenburg zu steigern.
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