OLDENBURG, 23. Februar 2012


„Öffentliche“ mit weiterem guten Jahr

Bilanz Landesbrandkasse und Lebensversicherungsanstalt wachsen – Altersvorsorge starker Motor


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Der Vorstand der Öffentlichen Versicherungen mit (von links): Horst Schreiber, Franz Thole (Vorsitzender) und Dr. Ulrich Knemeyer BILD: OEVO  Bild vergrößern

Der Marktanteil stieg. Größter Schaden war der Brand einer Oldenburger Sportanlage.

von Rüdiger Zu Klampen

Oldenburg - Immer mehr Unternehmen in der Region gewähren Mitarbeitern einen Zuschuss zu ihrer betrieblichen Altersvorsorge. Solche Zuzahlungen zu (den sonst oft nur vom Lohn gespeisten) Verträgen würden zunehmend zum „Instrument, um gute Mitarbeiter zu binden“, sagte Horst Schreiber, Vorstandsmitglied der Öffentlichen Versicherungen Oldenburg. Das sei ein „gutes Zeichen“.

Die Altersvorsorge – über den Betrieb oder privat etwa über „Riester“ oder normale Rentenversicherungen – war 2011 erneut ein starker Wachstumsmotor bei den „Öffentlichen“. Sie blicken – wie seit 1994 üblich – auf ein weiteres Wachstumsjahr zurück, wie Vorstandsvorsitzender Franz Thole mit den Vorstandsmitgliedern Schreiber sowie Ulrich Knemeyer erläuterte. Die Geschäftsergebnisse der beiden Versicherungen – Oldenburgische Landesbrandkasse und Öffentliche Lebensversicherungsanstalt Oldenburg – seien ein Spiegelbild der günstigen regionalen Entwicklung, meinte Thole.

Die Öffentlichen Versicherungen bauten ihre starke Marktposition den Angaben zufolge 2011 weiter aus und beschleunigten teilweise noch das Tempo. Die Zahl der Versicherungsverträge wuchs um weitere fast 8400 und etablierte sich mit 1 008 586 stabil über der Marke von einer Million. Damit erreiche man „pro Kopf“ einen Großteil der Menschen im Oldenburger Land, so Thole.

Bei der Oldenburgischen Landesbrandkasse (OLBK) als Schaden- und Unfallversicherer wuchsen die gebuchten Bruttobeiträge um 1,9 Prozent auf 136,6 Millionen Euro. Nahezu alle Bereiche wuchsen, besonders kräftig die Sparten Haftpflicht (plus 5,4 Prozent), Unfall (5,0) und Hausrat (2,5). Dies bedeute Marktanteilsgewinne. In der Gebäudeversicherung sei mit 2,0 Prozent Beitragswachstum „die herausragende Stellung im Geschäftsgebiet verteidigt“ worden. Die Zahl der Verträge im Kfz-Bereich wuchs von hohem Niveau aus um weitere 2000 auf 182 800 (inklusive Mopeds). Etwa jedes vierte Auto im Oldenburger Land sei bei der Landesbrandkasse versichert. Der Markt wachse noch, das Wettbewerbsumfeld sei aber „stark“.

Die Schadenaufwendungen der OLBK seien 2011 insgesamt rückläufig gewesen, erläuterten Thole und Schreiber. Der größte Einzelschaden – der Brand einer Sportanlage in Oldenburg – sei „gut verkraftet“ worden. Die Schadenquote – Verhältnis von Schadenaufwand zu Beiträgen – sank auf 82,6 (87,7) Prozent.

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Die Öffentliche Lebensversicherungsanstalt Oldenburg verbuchte angesichts starker Nachfrage nach betrieblicher und privater Altersvorsorge im Neugeschäft das beste Jahr seit 2004 (Beitragssumme plus 13 Prozent auf 217 Millionen Euro). Damit nehme man bundesweit eine Spitzenposition ein. Die laufenden Beitragseinnahmen wuchsen um 0,6 Prozent, die gebuchten Bruttobeiträge sanken um 5,2 Prozent auf gut 84,1 Millionen Euro. Allein die Zahl der „Riester-Verträge“ stieg um etwa 2500 auf 34 200. Der Marktanteil in der Region betrage etwa 25 Prozent.






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