HAMBURG, 7. Oktober 2011


Gold zu Geld machen – aber richtig

Verkauf Experten warnen vor unseriösen Annahmestellen – Möglichst mehrere Angebote einholen


Der Goldpreis liegt auf hohem Niveau. Wer darüber nachdenkt, Gold zu verkaufen, sollte einige Dinge beachten.

Hamburg - Gold trotz des Rückschlags vom Rekordniveau bei 1900 Dollar je Feinunze teuer. Mancher, der goldene Uhren, Ketten, Ringe oder Anhänger hat, dürfte nun überlegen, sie zu Geld zu machen. Und auch wer Gold in Münzen besitzt, grübelt womöglich, ob es nicht ein guter Zeitpunkt ist, sie zu verkaufen. Doch Verkäufer können leicht über den Tisch gezogen werden – und dann wird nichts aus dem vermeintlich guten Geschäft. Wer seine Goldstücke verkaufen möchte, sollte deshalb genau hinschauen, rät Roman Schneider, Vorsitzender des Berufsverbands des Deutschen Münzenfachhandels, dem Branchenverband der Goldhändler.

„Bei drei von vier Annahmestellen wird man beschissen“, warnt Schneider. Generell gelte: Je größer die Werbung, desto kleiner der Preis. „Unseriöse Händler drehen die Waage so, dass nur sie lesen können, was drauf steht – und runden dann großzügig nach unten ab.“

Wer sein Altgold in Zahlung geben will, sollte darauf achten, wo er das tut, rät Joachim Dünkelmann, Geschäftsführer des Bundesverbands der Juweliere. „Vor allem mobile Anlaufstellen – etwa auf Wochenmärkten oder in temporär angemieteten Ladenlokalen – schießen derzeit wie Pilze aus dem Boden“, warnt Dünkelmann. „Da sollte man Vorsicht walten lassen.“

Das gelte erst recht für Internet-Angebote, bei denen man das Gold irgendwohin einschicken soll. „Die Konsumenten sollten mit Bedacht auswählen, wem sie ihr Gold anvertrauen“, sagt Dünkelmann. Auch Roman Schneider warnt davor, Ware per Post an einen Anbieter zu schicken. Außerdem sollten Verbraucher nie beim Erstbesten verkaufen, sondern möglichst mehrere Angebote einholen. Am seriösesten seien die alteingesessenen Münzhändler, die Mitglied in einem der beiden Branchenverbände sind.

Bei Juwelieren und Goldschmieden erhielten Verbraucher statt Bargeld häufig Warengutscheine oder Gutschriften, erklärt Dünkelmann. „Oft bringen Kunden ihr Altgold gleich mit, wenn sie ein neues Schmuckstück kaufen möchten. Dann wird der neue Schmuck teilweise mit dem alten bezahlt“, erläutert der Experte. Kunden sollten darauf achten, dass der Schmuck in ihrem Beisein gewogen wird. Dies müsse mit einer geeichten Spezialwaage geschehen. Maßgeblich sei der Feingoldanteil.

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Der Goldpreis ist den vergangenen Wochen kräftig gestiegen. Rekord waren 1900 US-Dollar für eine Feinunze (31,10 Gramm).






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