„Ich glaube an den Transrapid“
Verkehr Staatssekretär Bomba zuversichtlich Angebot für Projekt in Brasilien
Befürworte des Transrapids hoffen auf den Zuschlag für ein Milliardenprojekt in Brasilien. BILD: dpa 
von Norbert Wahn
Lathen - Für die Befürworter der Magnetschwebebahn-Technik war der Dienstag ein guter Tag. Bei einem Gespräch zwischen Politik und Industrie in Berlin hatten sich Vertreter des Bundesverkehrsministeriums und die am Transrapid-Projekt beteiligten Firmen Siemens, Thyssen-Krupp, Max Bögl und IABG grundsätzlich auf eine Bewerbung um ein Schnellbahnprojekt in Brasilien verständigt.
„Das ist eine Technologie, die absolut zukunftsfähig ist. Ich glaube fest an den Transrapid, und Bundesverkehrsminister Ramsauer tut das auch“, sagte Verkehrsstaatssekretär Rainer Bomba, ein gelernter Ingenieur, im Gespräch mit dieser Zeitung in Berlin. Um möglichen Kunden die Magnetschwebebahn-Technologie präsentieren zu können, sei es deshalb aber auch wichtig, den Betrieb „der Referenzstrecke in Lathen aufrecht zu erhalten“.
Der Bund hatte bereits in diesem Jahr mit einen Millionen-Spritze das vorzeitige Aus der Strecke im Emsland verhindert. „Wir müssen jetzt mit den Haushaltspolitikern des Bundestages sprechen, damit die Strecke auch über das Jahr 2010 erhalten bleibt“, so Bomba.
„Ohne eine Fortführung der Versuchsstrecke können wir den Transrapid nicht im Ausland verkaufen“, sagte auch die CDU-Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann aus Leer. Sie wird noch einige Überzeugungsarbeit bei ihren Kollegen in Berlin leisten müssen.
Überzeugungsarbeit wird derweil auch bei der geplanten Bewerbung in Brasilien noch nötig sein. Denn die Konkurrenz ist groß. Neben einem deutschen Angebot wird auch mit Offerten aus Frankreich, Japan und China gerechnet.
Dennoch geben sich deutsche Verkehrsexperten optimistisch. „Sollte es zu einem ernsthaften Angebot kommen, bestehen gute Chancen für die deutsche Magnetschnellbahn, den Zuschlag zu bekommen“, meint Prof. Dr. Johannes Klühspies, Präsident des Vereins International Maglevboard.
Hoffnungen machen den Wissenschaftlern vor allem die topographischen Gegebenheiten der geplanten Strecke. „Auf der Strecke zwischen Sao Paulo und Campinas würden für herkömmliche Schnellzüge 44 Kilometer Tunnelstrecke benötigt, die aufwendig gebohrt werden müssen“, sagt Prof. Dr. Arnd Stephan, Verkehrsexperte TU Dresden. „Bei einem Einsatz von Magnetschnellbahnen wird dagegen die Tunnelstrecke um etwa 90 Prozent auf vier Kilometer reduziert.“
- Gerade kommt Karsten D. Wick von einer Bank in Oldenburg, gleich anschließend wird er ein Unternehmen in Brake aufsuchen. Vorher war er in Frankfurt, und in den nächsten Tagen wird er in Übersee sein – Wick ist dort unterwegs, wo namhafte Unternehmen Spitzenposten neu besetzen wollen.mehr
- Der Oldenburger Fotodienstleister Cewe Color will 2012 erstmals mehr als eine halbe Milliarde Euro Umsatz erzielen und baut ein neues Geschäftsfeld auf. Wie berichtet, gab das Unternehmen am Donnerstagabend die Übernahme von Saxoprint (Dresden) bekannt.mehr
- Ausgerechnet während das sibirische Kältehoch Cooper Deutschland in einen Eiskeller verwandelt, geraten die Gaslieferungen aus Russland ins Stocken. Sprecher der beiden größten deutschen Energieversorger Eon und RWE berichteten am Freitag, dass derzeit aus Russland rund 30 Prozent weniger Gas als üblich geliefert würden.mehr
- Der Tourismus in Deutschland ist aus Sicht der Bundesregierung ein unterschätzter Wirtschaftsfaktor. Mit einem direkten Anteil von 4,4 Prozent an der Bruttowertschöpfung übertreffe die Branche Banken und Autohersteller, sagte der Tourismusbeauftragte der Regierung, Ernst Burgbacher (FDP), am Freitag in Berlin.mehr
- Der Sportwagenhersteller Porsche ist mit einem weiteren Absatzplus ins neue Jahr gestartet. „Im Januar lagen alle unsere Märkte leicht über dem sehr starken Vorjahr. Insofern ist das ein guter Start“, sagte Porsche-Vertriebsvorstand Bernhard Maier.mehr


