Volkswagen greift in der Kleinwagenklasse an
Verkehr Stadtflitzer „Up“ soll weniger als 10 000 Euro kosten – Ab 2013 elektrisch
Stolz auf den Kleinen: Volkswagen-Vorstandsvorsitzender Martin Winterkorn (rechts) und Entwicklungsdirektor Ulrich Hackenberg präsentierten den „Up“. BILD: dpa 
Wolfsburg - Der neue VW-Stadtflitzer Up soll das weltweite Kleinwagengeschäft aufmischen: Europas größter Autobauer Volkswagen will sich auch in der Klasse der Mini-Kompaktwagen weitere Marktanteile sichern. „Allein in Westeuropa wird der Kleinwagenmarkt bis 2016 um über 20 Prozent wachsen. Wir glauben, dass der Up dazu einen wesentlichen Beitrag liefern wird“, sagte Konzernchef Martin Winterkorn am Dienstag bei der Vorstellung des Modells in Wolfsburg.
Das Unternehmen bestätigte erstmals, dass das City-Mobil in der Einstiegsvariante von Dezember an für weniger als 10 000 Euro bei den europäischen Händlern stehen wird. Der Up dehnt die Palette der Kernmarke VW nach dem Auslaufen des Fox nach unten aus. Er begründet außerdem die neue Kleinwagenfamilie des Konzerns, die von 2012 an zunächst mit Modellen der Töchter Skoda und Seat ausgebaut wird.
„Der Up ist ein kleines Auto mit großem Potenzial“, glaubt Winterkorn. Zielgruppe des nur 3,54 Meter langen Flitzers sind vor allem Stadtbewohner – aber auch junge Leute könnten den günstigen Mini aus Sicht der VW-Chefs voranbringen.
Technikvorstand Ulrich Hackenberg will mit dem Up an das Erbe populärer Massenmodelle ` la VW Käfer anknüpfen: „Wir starten in ein neues Segment und wollen Kunden gewinnen, die bisher eher ein Gebrauchtfahrzeug gekauft haben.“ Er sieht für die geplanten Ableger des Up gute Chancen in den Schwellenländern.
Vorerst bietet VW das Auto mit Dreizylinder-Benzinmotoren an. Eine Ausgabe mit Erdgasmotor soll folgen, für 2013 ist ein Elektroantrieb geplant.
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