BERLIN, 15. Oktober 2011


Ökostrom-Umlage steigt leicht

Energie 2,50 Euro mehr im Jahr für Durchschnittshaushalt


dpa

Berlin - Verbraucher müssen trotz der ehrgeizigen Ziele bei der Energiewende im kommenden Jahr nur etwas mehr für die Förderung von Strom aus Sonne, Wind und Biomasse bezahlen. Die Umlage, die über den Strompreis bezahlt wird, steigt von 3,53 auf 3,589 Cent pro Kilowattstunde, hieß es am Mittwoch aus Branchenkreisen. Damit werden diese Mehrkosten für die Energiewende 2012 auf unter fünf Euro pro Durchschnittshaushalt und Jahr begrenzt. Bei einem Jahresverbrauch von 3500 Kilowattstunden würden nur 2,50 Euro mehr im Jahr fällig. Die Brutto-Umlage insgesamt macht bei diesem Verbrauch nach Angaben des Portals „Toptarif“ 150 Euro im Jahr aus.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte im Juni im Bundestag versprochen, die Umlage solle nicht über ihre heutige Größenordnung hinaus steigen. „Langfristig wollen wir die Kosten für die Vergütung des Stroms aus erneuerbaren Energien deutlich senken“, so Merkel.

In der Branche wurde von einer „politischen Umlage“ besprochen – eine deutliche Steigerung hätte die Energiewende möglicherweise in Misskredit gebracht. In den kommenden Jahren könnte es stärkere Erhöhungen geben.



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