Wirbel um EWE-Plan in Bremen
Konzernumbau Tochter SWB fürchtet um Eigenständigkeit
Oldenburg - Die Konzernumbau-Pläne der EWE sorgen vor allem in Bremen für Wirbel. Bei der in der Hansestadt ansässigen Tochter SWB gibt es Befürchtungen, die Eigenständigkeit zu verlieren und von dem erwarteten Stellenabbau besonders stark betroffen zu sein.
Am Freitag suchten SWB-Betriebsräte das Gespräch mit Bremens Wirtschaftssenator Martin Günthner. Der SPD-Politiker bekräftige nach dem Gespräch die Position des Senats, dass SWB ein eigenständiges Unternehmen bleiben soll. Dies sicherten auch die Verträge zwischen Bremen und der EWE zu. Die Oldenburger hatten Ende 2009 ihren Anteil an SWB auf 100 Prozent minus einer Aktie aufgestockt.
Die finanziell angeschlagene EWE will – wie berichtet – Kosten sparen und deshalb bis zum Sommer 2013 zentrale Verwaltungsfunktionen des Konzerns unter dem Dach einer Holding bündeln. Bisher haben mit der SWB, der EWE AG und der EWE Energie AG (beide Oldenburg) drei Gesellschaften Holding-Funktionen übernommen. Der Umbau dürfte auch zu einem Abbau von Stellen führen.
EWE-Sprecher Daniel Waschow betonte, dass bislang noch keine Details hinsichtlich des Umbaus feststünden und man deshalb noch gar nicht sagen könne, wo und in welchem Umfang Stellen abgebaut würden. Mit Blick auf die Sorgen in Bremen sagte er: „Alle notwendigen Veränderungen werden unter Berücksichtigung der bestehenden Verträge vorgenommen.“
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