Mitsubishi schließt einziges Werk in Europa
Autos Fabrik in Niederlanden betroffen – Rivale Suzuki meldet Gewinnrückgang
dpa
Tokio - Die gebeutelten japanischen Autobauer kommen nicht aus der Krise. Wegen der sinkenden Nachfrage macht Mitsubishi sein einziges Werk in Europa dicht.
Wie Mitsubishi Motors am Montag bekanntgab, wird am Produktionsstandort im niederländischen Born ab Ende 2012 kein neues Modell mehr in Produktion gegeben. Es ist das erste Mal, dass ein japanischer Autobauer die Fertigung in Europa beendet. Hintergrund ist die schwache Nachfrage nach neuen Modellen angesichts der Schuldenkrise in Europa. Künftig will sich Mitsubishi stärker auf Wachstumsmärkte wie Russland und China konzentrieren. Was aus dem Werk in Born wird, sei noch nicht entschieden.
Mitsubishis Tochterfirma Netherlands Car B.V., oder Nedcar, produziert in Born mit etwa 1500 Beschäftigten den Kleinwagen Colt sowie das Geländemodell Outlander. Doch die Anlage schöpft ihre Kapazitäten bei weitem nicht mehr aus. In Spitzenzeiten lag sie bei 200 000 Fahrzeugen im Jahr, im vergangenen Geschäftsjahr waren es nur noch 50 000.
Seit vier Jahren sinken Mitsubishis Neuwagenverkäufe in Europa. 2011 kamen die Japaner in der EU auf einen Marktanteil von gerade einmal 0,8 Prozent. Zum Vergleich: Der europäische Marktführer, der VW-Konzern, lag bei 23,2 Prozent, die Toyota-Gruppe bei vier Prozent.
Beim japanischen Konkurrenten Suzuki, dessen Kooperation mit VW in einer schweren Krise steckt, sank derweil der Nettogewinn zwischen April und Dezember angesichts des starken Yen und schwacher Absätze in Asien um 4,7 Prozent auf 40,6 Milliarden Yen (rund 406 Millionen Euro). Der Umsatz verringerte sich um 6,7 Prozent auf 1,8 Billionen Yen.
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