OLDENBURG, 7. Februar 2012


EWE-Aufsichtsrat vor neuer Ära

Energie Kaulvers als neuer Vorsitzender vorgesehen – Amt soll aus Politik herausgehalten werden


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Soll Aufsichtsrats-Vorsitzender werden: Stephan-A. Kaulvers. BILD: BLB  Bild vergrößern

Der Vorstandsvorsitzender der Bremer Landesbank ist einer der bekanntesten Wirtschaftsrepräsentanten der Region. Die Wahl könnte im September erfolgen.

von Rüdiger Zu Klampen

Oldenburg - Der Aufsichtsrat des Versorgers EWE (Oldenburg) steht vor einer neuen Ära: An die Spitze des Kontrollgremiums soll im Spätsommer Dr. Stephan-Andreas Kaulvers rücken. Man habe ihn gebeten, teilte der Geschäftsführer des EWE-Verbandes, der Cloppenburger Landrat Hans Eveslage, auf Anfrage dieser Zeitung mit. Der Vorstandsvorsitzende der Bremer Landesbank ist bereits Mitglied des Aufsichtsrates.

Kaulvers habe positiv reagiert, sagte Eveslage auf Anfrage weiter. Die Wahl könnte auf einer außerordentlichen Hauptversammlung im September erfolgen.

Kaulvers ist einer der bekanntesten Wirtschaftsrepräsentanten der Nordwest-Region. Er ist keinem politischen Lager zuzuordnen und gilt als sehr sachorientiert und konsensfähig. Zudem sind betriebswirtschaftliche Kennzahlen schon seit langem sein tägliches Geschäft. Kaulvers gilt auch als gut in der Region vernetzte, kommunikationsstarke Persönlichkeit.

Der bisherige Aufsichtsratsvorsitzende Günther Boekhoff hatte – wie berichtet – für den Sommer den Rückzug von der Aufsichtsrats-Spitze angekündigt. Er ist SPD-Mitglied und war auch Bürgermeister von Leer. Bisher hatte die Parteimitgliedschaft bei der Besetzung von Spitzenämtern in den EWE-Gremien nach Einschätzung von Beobachtern eine nicht unerhebliche Rolle gespielt.

Man sei nun „breit“ über die verschiedenen Gruppen hinweg überein gekommen, dass die Funktion des Aufsichtsratsvorsitzender „aus dem politischen Tagesgeschäft herausgehalten werden sollte“, sagte Eveslage auf Anfrage dieser Zeitung über die Gespräche in den Gremien.

Kaulvers steht auch insofern für eine neue Ära, als er nicht nur im Oldenburger Land stark verwurzelt ist, sondern auch in Bremen. In der Hansestadt hatte EWE den Versorger SWB übernommen. Man arbeitet an einer intensiveren Integration.

Wie Eveslage auf Anfrage dieser Zeitung weiter mitteilte, zeichnet sich nach Beratungen auch ab, welche Persönlichkeiten in den EWE-Aufsichtsrat aufrücken dürften. Dies sollen der Leeraner Landrat Bernhard Bramlage (SPD) für Boekhoff sowie Heiner Schönecke (CDU) aus dem Kreis Harburg für Martin Döscher (CDU/Kreis Cuxhaven/bisher 3. stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender) sein. Zuvor soll bereits Peter Meiwald (Westerstede/Grüne) für Landrat Hermann Bröring (Emsland, CDU) in den Aufsichtsrat kommen.

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Für die zu vergebenden Ämter hat die EWE-Verbandsversammlung (Verbandsausschuss) ein Vorschlagsrecht. In den Gremien sind die EWE-Eigentümer – Landkreise und einige Städte im Nordwesten – vertreten. Verbands-Geschäftsführer ist Landrat Hans Eveslage (Kreis Cloppenburg), sein Stellvertreter Frank Eger (Landrat Kreis Oldenburg).

 @  http://www.NWZonline.de/ewe-sign




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